Abenteuer nach dem Abi – Teil 1: Bali und Gili Backpacking

Fünf Wochen lang backpackten Klaudi und Maxi durch Bali, Lombok, Singapur, Sumatra und Java. Ausgestattet waren sie für ihr Backpacking durch Indonesien mit dem Work & Traveller 75 + 10 l und PackDRY Mikrofaserhandtüchern. Hier alles über den ersten Teil ihrer Reise – eine Rucksacktour auf Bali und Gili.

Reisevorbereitungen und Flug nach Indonesien

In einem verschlafenen 60-Seelen-Dorf im Herzen Baden-Württembergs beginnt unsere Reise. Vor vielen Jahren haben Maxi (18) und ich (17) uns hier kennengelernt und letzes Jahr beschlossen wir, nach dem Abi nach Indonesien zu fliegen. Der Backpack war startklar, unsere fünfwöchige Rundreise über die indonesischen Inseln konnte beginnen, und keine 18 Stunden später setzte unser Flieger in Bali zur Landung an. Kaum waren wir ausgestiegen, stürzten sich dutzende Taxifahrer auf uns, einer brachte uns dann ins Hotel, da es schon spät abends war. Extrem luxuriöse Hotels stehen hier Tür an Tür mit selbstgebauten Blechhütten, die wohl kaum eine menschenwürdige Unterkunft abgeben.

Bali Hotel

Backpacking in Bali und Reise nach Gili Trawangan

Am nächsten Morgen liefen wir den Strand entlang und beschlossen, nach Gili Trawangan, eine charismatische Insel vor der Küste Lomboks, zu fahren. Von Bali selbst haben wir somit nur die südliche Küstenregion gesehen, die wirklich alles andere als sehenswert ist. Berge von Müll häufen sich am Strand, unzählige streunende Hunde kämpfen um ihr Überleben und die Menschen sind von Touristen genervt.

Müllschiff

Später sollten wir erfahren, dass Bali im Landesinneren unglaublich schön sein soll, was ich leider nicht beurteilen kann. Auf den Gili Islands war das Leben plötzlich volkommen anders. Gili BungalowViele Bungalows standen für die zahlreichen Backpacker aus aller Welt offen, die Menschen waren freundlich, friedlich und auf der ganzen Insel schien die Zeit ein paar Jahrzente lang stehen geblieben zu sein. Es gab nicht einmal Autos, sondern alle fuhren in kleinen Pferdekutschen durch die Gegend. Das indonesische Essen ist würzig, aber relativ vielseitig und sehr günstig. Jedoch werden auch Rauschmittel gerade auf Gili Trawangan in extremen Mengen konsumiert und verkauft (obwohl in Indonesien die Todesstrafe auf Drogenschmuggel gilt). Nachts wurde die Insel zu einer kleinen Partymeile mit Bars, Restaurants und einem open-air-Kino. Dank der zahlreichen Touristen sind die Menschen hier ganz anders als in abgeschotteten Gebieten, wie wir im Laufe unserer Reise noch feststellen sollten.

Tipps zum Strandurlaub und Tauchen in paradiesischen Unterwasserwelten

Gili StrandWir beschlossen, tauchen zu gehen – Maxi hatte bereits seinen Tauchschein, aber für mich war es das erste Mal. Nach einer kurzen theoretischen Einführung fuhren wir mit dem Motorboot zum „Shark Point“. Tatsächlich haben wir einen kleinen Hai aus nächster Nähe gesehen. Maxi, der zuvor noch alleine mit dem Tauchlehrer unterwegs war, hat drei weitere, knapp zwei Meter lange Weißspitzenriffhaie beobachtet. Auf unserem gemeinsamen Tauchgang sahen wir dann noch eine Schildkröte, einen Oktopus, Fischschwärme in einer unglaublichen Farben- und Artenvielfalt und Clownfische, die alle liebevoll nur „Nemos“ nennen. Für jeden, der wie ich noch nie tauchen war, ist Gili Trawangan der richtige Ort, um damit anzufangen. Auch wenn man ohne Tauchschein umgerechnet bis zu 70 € hinblättern muss, wird man es niemals bereuen.

Ausschlafen ist allerdings eher selten möglich, da ein Muezzin mehrmals täglich (das erste Mal um 5 Uhr morgens) lang und intensiv in einer ohrenbetäubenden Lautstärke zum Gebet einlädt. Alleine das wäre schon ein Grund, um tauchen zu gehen und nichts als seinen eigenen Atem zu hören. Auf den keineren Nachbarinseln Gili Meno und Gili Aer geht es deutlich ruhiger zu, die Strände, Tauchmöglichkeiten, Hotels und Restaurants sind aber genau so gut wie in Trawangan. Somit erlebten wir eine entspannte, aber trotzdem eindrucksreiche erste Woche auf den kleinen Inseln und machten uns von Gili Aer aus mit dem Boot auf den Weg nach Komodo.