Kuba Backpacking auf eigene Faust – Teil 5: Trinidad und Camagüey

Die nächsten Wochen wird David Bader nach seinem Interrail Monat durch Europa im Sommer 2016 über seine Abenteuer beim Kuba Backpacking auf eigene Faust berichten. Ausgestattet ist er hierbei mit einem Trekkingrucksack Trek Bag 70. Er verlässt die Mogoten – die charakteristischen Kalkfelsen – von Viñales und reist weiter in die ehemalige Zucker- und Sklavenhochburg Trinidad. Dort genießt er einen Tag am Strand – dem Playa Ancón. Weiter geht seine Kuba Rundreise nach Camagüey. Die viertgrößte Stadt Kubas ist für allgegenwärtige Tonkrüge zum Auffangen von Regenwasser – tinajones – und eine als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnete Altstadt bekannt.

Tag 8 – Reise nach Trinidad mit dem Viazul Bus

Wetter: Sonne, 28 Grad

Heute musste ich schon um 5:30 Uhr aufstehen, da mein Bus um 6:45 Uhr zur zehnstündigen Fahrt nach Trinidad abfuhr. Angekommen in der Unterkunft, machte ich mich noch auf den Weg durch die Stadt und besuchte den Plaza Mayor, mehr war heute nicht drin. Morgen gehts mit dem Rad zum ersten Mal zum Strand an den Playa Ancón – ich freu mich darauf!

Plaza Mayor Trinidad

Casa de la Musica Trinidad

Tag 9 – Playa Ancón

Wetter: Sonne, 30 Grad

Ich bin mit dem Rad 12 km von Trinidad zum Ancon Beach gefahren. Der Playa Ancón ist ein schöner Strand mit wenigen Besuchern. Um 14:00 Uhr fuhren wir mit einem Katamaran zu einem Korallenriff und durften dort schnorcheln. Mir zeigte sich eine außergewöhnliche Unterwasserwelt mit verschiedensten Fischen und schönen Korallen. Für mich ein entspannter, aber trotzdem sehr schöner Tag!

Playa Ancon in Trinidad

Tag 10 – Guarapo und kubanischer Kaffee

Wetter: Sonne, 28 Grad

Heute erlebte ich wieder einen außergewöhnlichen Tag! Gemeinsam mit einem Guide waren wir von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr mit den Pferden unterwegs. Wir besuchten Bauern, die für uns Guarapo machten. Der Saft wird aus den Zuckerstangen gepresst und natürlich oder mit Rum serviert. Das natürliche Aroma des Getränks ist außergewöhnlich gut. Danach besuchten wir Kaffeebauern, die die Bohnen vor uns per Hand zermahlten und daraus Kaffee machten. Zuletzt kamen wir zu einem Wasserfall mitten im Wald, bei dem wir baden konnten – ein unvergessliches Erlebnis. Auch der Rückweg bot noch ein Highlight: Große Teile des malerischen Weges galoppierten wir zwischen Bergen, durch Wälder und Flüsse zurück, sodass ein richtiges Freiheitsgefühl und Cowboyfeeling aufkam. Wieder ein gelungener Tag, gefüllt mit Eindrücken, die ich auch noch in 20 Jahren erzählen werde.

Pferde reiten auf Kuba

Tag 11 – Sklaventurm Torre de Iznaga

Wetter: Sonne, 32 Grad

Torre de IznagaTag 11 startete ich sehr gemütlich. Zuerst ging ich einkaufen und besorgte mir Wasser. Gegen 10:30 Uhr machte ich mich dann mit dem Rad auf den Weg zum Torre de Iznaga, der auch als Sklaventurm bekannt ist. Der Glockenturm ist ca. 50 m hoch und wurde zur Sklavenbeaufsichtigung gebaut. Davor hielt ich noch beim Mirador, einem Aussichtspunkt mit traumhaftem Ausblick. Der Turm ist ungefähr 15 km von der Stadt Trinidad entfernt und will erst einmal erreicht werden. Bei 32 Grad Hitze und hügeliger Landschaft brachte mich die Fahrt doch sehr ins Schwitzen. Die Aussicht über die Landschaft entschädigte mich dennoch reichlich. Um meine Kräfte wieder aufzufüllen, genoss ich ein Ananasgetränk und Bananen. Von meiner Tour kehrte ich um ca. 16:00 Uhr zurück, so hatte ich noch Zeit, durch die Gassen Trinidads zu schlendern und mich auf die morgige Busreise nach Camaguey vorzubereiten.

Tag 12 – Fahrt von Trinidad nach Camagüey

Wetter: Sonne, 28 Grad

Transfer von Trinidad nach Camagüey – Ankunft um 13:35 Uhr. Nach meiner Ankunft am Busterminal ging ich 4 km zu meiner Unterkunft. Dieser Weg vermittelte mir einen ersten Eindruck von der Stadt und dieser war durchwegs positiv. Besonders auffällig waren die charakteristischen Tonkrüge – tinajones. Diese dienen dem Auffangen von Regenwasser. Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, begab ich mich auf den Weg zu den ersten Sehenswürdigkeiten: Iglesia de Neustra Senora de la Soledad und Plaza de San Juan de Dios.

Camaguey - Altstadt UNESCO Weltkulturerbe

Tag 13  – UNESCO Weltkulturerbe Camagüey

Wetter: Vormittag: 26 Grad, Nachmittag: bewölkt, 23 Grad

Ich setzte meine am Vortag begonnene Besichtigungstour fort und besuchte den Plaza del Carmen, die Catedral de Senora de la Candelaria und die Iglesia Sagrado Corazon de Jesus.

Résumé: Camagüey ist bis jetzt die modernste und sauberste Stadt, die ich auf Kuba besucht habe. Wahrscheinlich spielt auch hier die Größe der Stadt (viertgrößte Stadt Kubas) eine Rolle. Nicht so groß wie Havanna, um die eher heruntergekommenen Viertel zu vermeiden und nicht zu klein, um genügend Arbeitsplätze anbieten zu können.

Reiterstatue am Plaza Maceo in Camaguey