Reisebericht Vietnam und Kambodscha – Backpacking Tour Asien

Ihren wertvollen Vietnam und Kambodscha Reisetipps verdanken schon viele Backpacker einzigartige Highlights! Nun berichten Lenz und Elisabeth in diesem Südostasien Reisebericht von ihren eigenen Erfahrungen. Ihre Backpacking Tour mit dem Weltreiserucksack Atlantis 90+10 und dem Backpacker Rucksack Work & Traveller 75+10 führt sie zuerst nach Ho-Chi-Minh-City, die größte Stadt Vietnams. Von dort geht es weiter in die vergleichsweise traditionell geprägte Hauptstadt Hanoi. Die legendäre Halong Bucht und die Küstenstadt Hoi An bilden die letzten Zwischenstopps in Vietnam, bevor es nach Kambodscha geht. Siem Reap ist auch als Tor zu den sagenumwobenen Ruinen von Angkor bekannt. Diese waren ab dem 9. Jahrhundert Sitz des Khmer-Königreichs. Der Haupttempel – Angkor Wat – ist zudem auf der Flagge von Kambodscha abgebildet. Mikrofaserhandtücher PackDRY bewahren die beiden Rucksackreisenden dort vor zu großer Hitze. Weiter geht es über Sihanoukville und den Otres Beach auf die Insel Koh Rong Sanloem und zurück nach Ho-Chi-Minh-City. Ein grandioser Vietnam und Kambodscha Reisebericht mit unzähligen Urlaubstipps für Backpacker!

Reise nach Vietnam – 1. Stopp: Ho-Chi-Minh-City

Lange herbeigesehnt, war er nun endlich da, der 07.03. Am späten Nachmittag deutscher Zeit starteten wir mit Emirates Richtung Südostasien und nach einem kurzen Zwischenstopp (ca. 3,5 h) in Dubai landeten wir dann am 08.03. am frühen Abend vietnamesischer Zeit endlich in Ho-Chi-Minh-City (HCMC). Am Flughafen hatten wir direkt mal Glück, als uns zwei weitere Alleinreisende ansprachen, ob wir uns mit ihnen ein Taxi in die Stadt teilen wollten, was wir natürlich gerne gemacht haben. Schon die Fahrt im Taxi ermöglichte es uns, uns einen ersten Eindruck der Stadt und des offensichtlich berüchtigten Straßenverkehrs zu gewinnen, der es auch schon als Motiv auf etliche T-Shirts geschafft hat, die man an jeder Ecke erwerben kann. Endlich in der Innenstadt angekommen und nach 10 weiteren Minuten Fußweg, weil die Verständigung mit dem Taxifahrer, naja sagen wir mal so mittelgut funktionierte, kamen wir dann in unserer AirBnB Wohnung an, die durch ihre Lage in einer Seitenstraße überraschend ruhig war. Nach einem super leckeren Essen ein paar Straßen weiter sind dann auch nur noch tot ins Bett gefallen. Ein erster Kulturschock war auf jeden Fall auch vorhanden :)

Ho-Chi-Minh-City Sehenswürdigkeiten

Den nächsten Tag verbrachten wir auch in HCMC. Nachdem wir ein bisschen ausgeschlafen hatten, stand hauptsächlich Akklimatisierung an das warme Wetter und Stadterkundung auf dem Programm. Wir schlenderten also durch die Stadt, ein paar Parks und am Fluss entlang, genossen den Ausblick vom Bitexo Financial Tower (hier kann man neben der normalen Aussichtsplattform auch ein Café besuchen; das kommt etwas günstiger und ist noch einen Stock höher), besuchten den Wiedervereinigungspalast, das Ho-Chi-Minh-Stadt-Museum und den Sri Mariamman Tempel und gönnten uns abends ein leckeres Essen in einem vegetarischen Restaurant. Anschließend sind wir ziemlich früh ins Bett gegangen, denn am nächsten Tag ging es schon morgens wieder an den Flughafen, um mit Jetstar nach Hanoi und somit ganz in den Norden zu fliegen.

Ursprüngliches Hanoi – Hotel Odyssee inklusive

Die nächsten drei Tage haben wir in Hanoi verbracht. Zunächst hatten wir hier etwas Stress, da wir uns ein neues Hotel suchen mussten, weil neben unserem ursprünglichen Hotel ein Haus abgerissen wurde, was einfach so furchtbar laut war (… das Hotel war auch sonst renovierungsbedürftig, aber der Baulärm war einfach nicht zu ertragen). Das neue Hotel hieß Hanoi Morning Hotel, war direkt am Hoam Kiem See, also wirklich eine tolle Lage, und war auch soweit in Ordnung, allerdings war es auch hier recht laut, aber der Verkehr lässt sich eben nicht ausschalten :) Die Tage in Hanoi wurden dann aber trotz nass-“kaltem“ Wetter ein paar wunderschöne. Hanoi ist, anders als Ho-Chi-Minh-City, genau das, was wir uns unter einer vietnamesischen Großstadt vorgestellt haben. Natürlich gibt es zwischen beiden Städten auch einige Parallelen (der verrückte Verkehr und das ganze Gewusel z.B.), aber HCMC ist deutlich westlicher (zumindest die Innenstadt) und moderner, wohingegen Hanoi sehr ursprünglich ist. Uns hat das super gefallen. Es gab zum Beispiel ganz viele kleine Gässchen und verwinkelte Ecken und immer wieder rahmen Bäume, quer in die Straßen wachsend, das Stadtbild ein. Die Häuser sind ganz traditionell sehr schmal und ganz lang, was aus der Historie Sinn macht (früher war vorne zur Straße das Ladengeschäft, dann die Werkstatt und dann die Wohnräume), aber für unser Auge manchmal so absurd und witzig aussieht, das wir echt aus dem Staunen nicht rauskamen. Highlights in Hanoi waren auf jeden Fall die Straßenmärkte, ein Spazierganz um den Hoam-Kiem-See (gerne auch nachts), der Besuch eines traditionellen Hauses (87 Ma May mit einem tollen Hinterhofcafé nebenan: Nolas Café), die St. Josephs Kathedrale und die Atmosphäre auf dem Vorplatz und in den Bars mit ihren Balkonen zum Platz hin, das Hoa Lo Gefängnis, der Literaturtempel und ein Besuch des Mausoleums. Vor allem letzteres war wirklich eine verrückte Erfahrung: Man ist nur ein paar Minuten wirklich drin und kann die einbalsamierte Leiche des vietnamesischen Volkshelden „Onkel“ Ho Chi Minh anschauen und das ganze Drumherum und Schlange stehen auf Vietnamesisch waren auch ein besonderes Erlebnis.

3 - Hanoi - Ho Chi Minh Mausoleum

Hanoi – Halong Bucht Tour

Am Montag, den 13.03., sind wir dann mit einer gebuchten Tour in Richtung Halong Bay aufgebrochen. Nach langem Hin und Her hatten wir diese Tour in unserem Hotel bei einem der besseren Anbieter – Galaxy Tours – gebucht, wobei das Niveau hier bei fast allen sehr ähnlich ist. Die meisten Touristen machen nur eine 2-Tages-Tour, was effektiv aber eigentlich bloß einen Tag in der Halong Bucht bedeutet, da die erste Hälfte des ersten Tages und die zweite Hälfte des zweiten Tages aus der Busfahrt von bzw. nach Hanoi bestehen. Wir beide haben die 3-Tages-Tour gebucht, die im Prinzip dieselbe Tour ist wie die 2-Tages-Tour, nur dass man einen Tag dazwischen hat, an dem man in der Bucht bleibt. Dieser 3. Tag in der Mitte hat die Tour wirklich zu etwas ganz Besonderen gemacht. An den anderen beiden Tagen ist das Ganze sehr touristisch und man wird von einer Attraktion zur nächsten geschleift (z.B. Kayaking, Besuch einer Höhle, Besuch einer Insel, …), an dem „Zwischentag“ jedoch sind wir mit nur noch einem andern Paar auf einem separaten Boot etwas weiter raus in die Bucht gefahren, an ganz abgelegene Orte, wo wir wirklich komplett alleine waren und das war definitiv ein Highlight unserer Reise. Versteht uns nicht falsch, die touristischen Attraktionen, wie z.B. das Kayak fahren waren schon auch toll, aber wir haben uns auch Momente der Ruhe gewünscht, wo man einfach nur die Landschaft genießen und auf sich wirken lassen kann, und das haben wir nur an diesem Zwischentag bekommen. Wenn ihr also plant, in die Halong Bucht zu kommen und eine Tour mit Übernachtung auf dem Schiff zu buchen, dann spart nicht an der einen Nacht. Diese Touren sind alle furchtbar teuer (im 200 – 300 € Bereich) und wir hätten uns definitiv super geärgert, wenn wir nur die zwei Tage gemacht hätten.

Vietnam Reisetipps: Halong Bucht selbst organisieren

Noch besser allerdings ist es, glauben wir, gar keine solche Tour zu machen, sondern sich einen Transport von Hanoi nach Cat Ba zu organisieren, das ist eine Insel in der Halong Bucht, auf der man das Panorama auch hat. Von dort aus kann man dann immer noch eine Tagestour weiter in die Bucht hinein machen – mit Kayaking, etc. Wir haben ein Paar getroffen, das dafür 16 € bezahlt hat. Wer nicht auf Tourikram steht, fährt damit glauben wir wesentlich besser! Leider haben wir das zu spät erfahren …

Da Nang, Hoi An und Bãi biển – Strandurlaub Vietnam

Am Abend des letzten Tages der Tour sind wir von Hanoi noch nach Da Nang mit VietJet Air weitergeflogen. Von da aus sind wir mit dem Taxi nach Hoi An gefahren, wo wir wieder ein paar Tage lang geblieben sind. Hier hatten wir abermals eine ganz tolle AirBnB-Unterkunft (Deluxe 1Bdr Romance Apartment in tp. Hội An, ID: 11227049), die wir wirklich nur empfehlen können! Sie gehört bestimmt nicht zu den billigsten Unterkünften, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis fanden wir richtig gut. Es gab ein schönes geräumiges Appartement mit super Badezimmer, einen Pool, leckeres Frühstück und Abendessen inklusive und ein tolles Fußbad mit frischen Kräutern! Die Unterkunft ist genau zwischen der Altstadt von Hoi An und dem Strand gelegen und man kann die Gegend super mit dem Roller erkunden, was auch echt ein empfehlenswertes Highlight ist (keine Angst, hier ist der Verkehr nicht ganz so verrückt wie in den Großstädten und so lange man mit dem Flow fährt, ist alles ganz locker :) ). Wirklich empfehlen können wir in dieser Gegend den Bien Beach (Bãi biển), das Restaurant Baby Mustard, einen Spaziergang in den umliegenden Feldern und einen Besuch der Altstadt. Diese ist einfach super süß und recht entspannt, da keine Autos oder Roller fahren dürfen! Hier gibt es überall ganz viele tolle bunte Laternen, kleine Gässchen, alte Häuser und schöne Geschäfte. Außerdem ganz viele Schneider, wir haben uns auch einen Anzug bzw. ein Kleid maßschneidern lassen, da man das so günstig niemals in Deutschland bekommen würde :)

Nach Siem Reap, Kambodscha reisen

Am 19.03. sind wir mit Vietnam Airlines nach Kambodscha – genauer nach Siem Reap – weitergeflogen. Dieser Flug war ziemlich abenteuerlich, da wir nach 10 Minuten umkehren mussten, wegen technischer Probleme – was immer das gewesen ist. Zum Glück ist alles gut gegangen und nach einem Flugzeugwechsel ging es dann weiter. Leider sind wir dadurch erst sehr spät in Siem Reap angekommen, aber Gott sei Dank hat unser Tuk Tuk-Fahrer Mr. Vuth (er arbeitet schon seit vielen Jahren für den Host unserer AirBnB-Wohnung und war während unseres gesamten Aufenthalts wirklich ein Goldschatz) lange genug ausgeharrt und uns sicher in unsere, wieder erstklassige und äußerst empfehlenswerte Unterkunft gebracht. Luigi, der Besitzer der Appartements, hat uns dann mit einer Packung echter italienischer Nudeln und Tomatensauce an diesem Abend noch das Leben gerettet und somit hatten wir einen wirklich guten Start in Kambodscha ;)

Mit Backpacker-Rucksack und Tuk Tuk durch Vietnam und Kambodscha reisen

Angkor Wat – Tipps

Die nächsten 3 Tage verbrachten wir in den Tempeln von Angkor. Man kann das wirklich nicht mit Worten beschreiben, wie toll diese Tempelanlagen sind. Das ganze Areal ist unfassbar riesig und die Tempel sind so wunderschön und detailliert verziert, da bleibt einem wirklich die Spucke weg, Wenn man dann noch bedenkt, dass das alles vor so vielen Jahren und in Handarbeit entstanden ist, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Zum Organisatorischen noch ein paar Worte: Wir finden, dass man mindestens drei Tage braucht, um die Tempel ausführlich und vor allem entspannt anschauen zu können. Man schafft es natürlich auch schneller, aber dann muss man einiges weglassen oder einen Marathon einlegen und das würden wir nicht empfehlen. Manchmal muss man auch mal innehalten können, um diese beachtlichen Bauwerke auf sich wirken zu lassen und man sollte auch bedenken, dass es furchtbar heiß ist und die Sonne einem den ganzen Tag auf den Kopf knallt. Da ist ein Besichtigungsmarathon wirklich nicht das Allerbeste. Aus genau demselben Grund empfehlen wir auch einen Tuk Tuk-Fahrer für den ganzen Tag zu engagieren, der einen zwischen den Tempeln hin und her fährt. Wir haben niemanden diese Strecken laufen sehen (und würden es auch nicht empfehlen, zumindest nicht die weiteren Strecken), ein paar machen die Touren mit einem Fahrrad, was schon auch geht, aber uns wäre das durch die Hitze und Sonneneinstrahlung definitiv zu viel gewesen, denn man läuft ja auch in den Tempeln schon viel rum. Außerdem empfiehlt sich auf jeden Fall, die Touristenströme zu umgehen, denn nur dann kann man auch mal diese wirklich beeindruckenden Gebäude ganz in Ruhe auf sich wirken lassen (fällt uns zumindest schwerer mit einer Horde kreischender Touristen, die um einen rumspringen). Wir haben uns weitgehend an die Tipps aus dem Lonely Planet gehalten und sind damit eigentlich ganz gut gefahren. Wir hatten wirklich immer so ziemlich unsere Ruhe, außer vielleicht in Angkor Wat und dem Tomb Raider Tempel, aber selbst da ging es einigermaßen. Meistens sind wir vormittags irgendwann gegen 10 Uhr gestartet und haben dann ganz gemütlich ein paar Stunden Tempel angeschaut (bis ca. 17 Uhr) und sind dann zum Essen zurückgefahren. Für uns war das eine sehr angenehme Art, die Tempel zu erkunden und ich würde sagen, dass die Tempel von Angkor so definitiv ein – wenn nicht sogar das – Highlight der Reise waren.

Sihanoukville und Otres Beach

Am 23.03. ging es dann weiter mit Sky Angkor Airlines nach Sihanoukville. Hier sind wir ein Dorf weiter gefahren – zum Otres Beach – und haben dort im Sok Sabay Hotel übernachtet, was man auch empfehlen kann. Der Otres Beach (genauer gesagt der Otres Beach 2) ist, anders als der Strand in Sihanoukville, ganz ruhig und menschenleer und das Dörfchen „Otres“ ist ein ganz süßes, verschlafenes Hippie-Aussteiger-Domizil, wo man gut auch länger bleiben könnte ;)

Koh Rong Sanloem – Kambodscha Strand

Wir sind allerdings gleich am nächsten Tag schon wieder abgereist und zwar mit dem Boot auf die kleine Insel Koh Rong Sanloem, wo wir eine ganze Woche geblieben sind. Diese Insel ist wirklich einfach traumhaft schön und war der Entspannungsteil unserer Reise. Hier gibt es weißen, ganz feinen Sandstrand, türkisblaues Wasser, ganz viel Urwald, Kokosnüsse und sonst nicht besonders viel – genau das, was wir gesucht haben. Wir haben hier einfach mal die Seele baumeln lassen, viel gelesen, gechillt und das wars auch schon. Zwei kleine Ausflüge haben wir gemacht. Einmal eine kleine Wanderung zu einem Leuchtturm, von dem aus man einen traumhaften Ausblick über die ganze Insel, bis ans Festland und sogar bis nach Vietnam hatte (man konnte die Insel Phu Quoc sehen) und das andere Mal auf die andere Seite der Insel zum Lazy Beach, wo man sehr schöne Sonnenuntergänge sehen könnte (wenn es nicht wie bei uns wolkig geworden wäre). Auch ein Highlight war das Schwimmen mit Plankton in der Nacht. Wenn man nachts, wenn es so dunkel wie möglich ist (also am besten eine recht unbeleuchtete Ecke suchen), einfach mal ins Meer hinausläuft, bis man ca. bis zur Brust im Wasser ist und dann das Wasser aufwirbelt, dann fangen im Wasser ganz viele kleine „Glühwürmchen“ (=Plankton) an zu leuchten! Ein faszinierendes Naturschauspiel. Es werden auch Touren angeboten und vielleicht kann man da noch mehr sehen, aber eigentlich kann man sich das Geld auch sparen.

13 - Koh Rong Sanloem - Kambodscha Backpacking

Kombodscha Backpacking – Unterkunft Tipps

Gewohnt haben wir im Cita-Resort, was im Großen und Ganzen gut war. Es gibt wirklich super Essen dort und die Bungalows sind wirklich schön. Diese sind Strohhütten direkt am Strand mit einem Außenbadezimmer, was wir wirklich toll fanden. Das Resort wird mit Solarstrom betrieben, was wir auch toll finden und nur unterstützen möchten, v.a. in Anbetracht der sonstigen Dieselgeneratoren, die dort teilweise betrieben werden, was einfach furchtbar laut ist. Leider steht ein solcher auch in der Nähe des Cita. Da kann das Resort nichts dafür, aber stören tut es leider oft trotzdem. Daher können wir das Resort leider nur eingeschränkt empfehlen (das Problem ist aber natürlich bei einigen Unterkünften gegeben, da einige solcher Generatoren auf der Insel stehen).

Generell sollte man sich bewusst machen, dass man hier auf einer Insel wohnt, die noch nicht super touristisch erschlossen ist. Das ist natürlich toll, weil man weitgehend seine Ruhe hat, aber das bedeutet eben auch, dass man hie und da Abstriche machen muss, was den Komfort angeht. Warmwasser gibt es beispielsweise nicht (braucht man aber auch bei den Temperaturen nicht) und Strom in manchen Unterkünften nur stundenweise (bei uns nicht). Und die Insel ist für asiatische Verhältnisse sehr teuer. Klar, es ist eine Insel und alles muss hingebracht werden, aber wir fanden das (für den Service, den man dann bekommt) doch teilweise happig – aber im Vergleich zu Deutschland natürlich immer noch machbar.

All das schreiben wir nicht, um die Insel madig zu machen, im Gegenteil, wir fanden diese Woche traumhaft und empfehlen die Insel 100%ig weiter, aber man sollte sich die Dinge vorher bewusstmachen, damit man mit den richtigen Erwartungen rangeht. Wir haben so viele schlechte Bewertungen gelesen über manche Unterkünfte und Restaurants, die Dinge beklagt haben, die schlicht auf einer solchen Insel nicht umsetzbar sind (zumindest nicht, ohne die Insel zu etwas Anderem zu machen, als sie ist).

14 - Koh Rong Sanloem mit Backpacker Rucksack

Ho-Chi-Minh-City Must see-Geheimtipps

Nach einer weiteren Nacht in Otres ging es dann am 31.03. mit Cambodia Angkor Air zurück nach HCMC, wo wir noch zwei weitere Tage verbringen durften. Diese verbrachten wir mit ganz viel Souvenirshopping und verhandeln, verhandeln, verhandeln, einem Friseurbesuch am Straßenrand und einer ganz wunderbaren, privaten Stadtführung. Letztere ist wirklich auch sehr empfehlenswert. Mit Hieu Lieu von HanoiKultour sind wir einen Tag lang unterwegs gewesen. Diese Stadtführung wird normalerweise von einem Deutschen geleitet, der aber an diesem Tag schon ausgebucht war. Hieu hat die Tour aber auch ganz toll gemacht, auf Englisch mit einigen Verständigungsproblemen, aber mit ganz viel Herz und Charme. Das Besondere dieser Tour ist, dass man abseits der Touristenpfade geführt wird. Wir sind durch Chinatown gelaufen, haben chinesische „Apotheken“ besichtigt, ganz untouristische, tolle Tempel und Märkte besucht, haben ein Krankenhaus angeschaut und eine Tanzschule. Das klingt jetzt vielleicht etwas verrückt und nicht besonders spektakulär, hat aber einen wirklich tollen Einblick in das normale Leben in Vietnam gegeben und wir fanden das viel besser als nur alle Sightseeing-Hotspots abzuklappern, dafür braucht es keinen Guide. Außerdem kannte Hieu wirklich ausgezeichnete Restaurants, in die wir von alleine wahrscheinlich niemals reingegangen wären. Das war wirklich auch ein toller kulinarischer Abschluss, denn essenstechnisch fanden wir es zeitweise auf unserer Reise tatsächlich etwas anstrengend. Die vietnamesische und auch die kambodschanische Küche sind wirklich super lecker und auch als Vegetarier war es meist kein Problem (der Tofu dort ist beispielsweise sooooo gut, kein Vergleich zu dem in Deutschland und immer verfügbar), aber leider wird ganz oft Glutamat (MSG) ins Essen gemischt, was wir beide nicht so gut vertragen und auch wenn man darum bittet, es wegzulassen, klappt das leider nicht immer (kleiner Tipp hierfür: MSG war als Vokabel nicht wirklich bekannt, daher haben wir irgendwann mal ein Foto davon auf einem Markt gemacht und dieses als Verständigungshilfe genutzt). Im Übrigen hatten wir aber gar keine Probleme mit dem Essen und den Getränken und kamen entgegen einiger Bedenken im Vorfeld gut mit allem zurecht. Im Nachhinein hätte es sich vielleicht angeboten, eine solche geführte Tour direkt zu Beginn zu machen, um sich direkt ein Bild von der Stadt machen zu können und schon einige hilfreiche Tipps zu bekommen, denn diese waren ihr Geld echt wert.

Hauptpostamt Saigon

Reisebericht Vietnam und Kambodscha – Résumé

Zum Abschluss können wir noch berichten, dass wir auch sonst nie in eine unangenehme Lage geraten sind; geschweige denn, dass uns etwas abhanden gekommen wäre. Wir empfanden beide Länder als sicher und fühlten uns jederzeit wohl; wir haben echt viel gesehen und erlebt und können daher Vietnam und Kambodscha als wirklich tolle Reiseziele empfehlen.

Am 03.04. ging es dann nachts für uns wieder mit Emirates und abermals mit kurzem Zwischenstopp in Dubai nach Hause.

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