Reisen in Schottland – Studienfahrt nach Edinburgh

Während andere Schüler Ferien in Schottland verbringen, geht es für Laura und ihre Klasse auf eine Studienfahrt nach Edinburgh. Beim Reisen in Schottland verschlägt es sie jedoch auch in die Highlands, nach Pitlochry und Stirling. Auf der Schottland Tour begleitete sie der Seesack Kimodo und das Mikrofaserhandtuch PackDRY.

 

Jedes Jahr organisieren Lehrer an unserer Schule eine Fahrtenwoche für verschiedene Jahrgangsstufen. Die 11. Jahrgangsstufe hatte so die Auswahl zwischen vier Zielen: Amsterdam, Barcelona, Edinburgh und London.

Ich entschied mich für Edinburgh und würde es immer wieder tun.

Samstag, 15. Juli 2017 – Flüge nach Edinburgh

Endlich war der Tag gekommen, auf den sich unsere „Reisegruppe“, bestehend aus 24 Schülern und zwei Lehrern, gefreut hatte. Ich hatte mich dazu entschieden, nur mit meinem „normalen“ Rucksack zu reisen, den ich zugegebenermaßen vor lauter Vorfreude schon eine Woche zuvor fertig gepackt hatte. Viel zu packen gab es ja nicht, aber neben meiner Wasserflasche und einer Montur Wechselwäsche, waren der Seesack Kimodo und das PackDRY Mikrofaserhandtuch meine wichtigsten „Schätze“ und treuesten Begleiter. Nachdem die erste Aufregung am Flughafen überwunden war und wir alle gemeinsam im Flugzeug saßen, konnte das Abenteuer starten.

Nach dem kurzen Flug hieß es für die meisten meiner Mitschüler und die Lehrer Koffereinsammeln und dann fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum von Edinburgh, wo unser Hostel lag. Unsere Hochstimmung erfuhr nach dem Verlassen des Flughafens eine minimale Dämpfung, denn es war typisch britisches/schottisches Wetter: grauer Himmel, Nieselregen und für mein Gusto (bei mir gibt es kein „zu heiß“, nur ein „zu kalt“) ein wenig zu kühl. Aber auch das war schnell vergessen, denn auf der 30-minütigen Busfahrt gab es schon viel zu sehen.

Da wir erst (spät-)nachmittags in Schottland ankamen, verschafften wir uns nur noch einen kurzen Überblick über die Umgebung unseres Hostels und begaben uns dann auf – wie wir es zu nennen pflegten – „Essenssuche“. Wir hatten echt Glück mit der Lage unserer Unterkunft: Mitten im Zentrum gelegen, direkt an der Royal Mile, nur ein paar Minuten vom Edinburgh Castle, dem Grassmarket und weiteren Sehenswürdigkeiten entfernt, sodass wir alles zu Fuß erreichen konnten.

Alles in allem war der erste Tag der Studienfahrt sehr aufregend, anstrengend, aber genau, worauf man sich (oder zumindest ich mich) eingestellt hatte.

West Bow in der Victoria Street - Blick auf den Grassmarket

Sonntag, 16. Juli 2017 – Schottische Highlands

An diesem Tag ging es für uns in die Highlands! Das Wetter spielte wunderbar mit, sodass wir die Landschaft bei Sonnenschein bewundern konnten.

Um 9.00 Uhr brachen wir mit dem Bus auf. Unser erster Stopp war die Blair Athol Distillery in Pitlochry. Dort kamen wir zuerst in den Genuss einer (deutschsprachigen) Führung und die wenigen Schüler über 18 Jahren anschließend sogar in den einer Whisky-Kostprobe.

Ausflug in die Highlands - Blair Athol Distillery in Pitlochry

Innenhof der Blair Athol Distillery in Pitlochry

In derselben Stadt besichtigten wir zudem die Lachsleiter/ das Wasserkraftwerk. Die Aussicht vom Staudamm war atemberaubend!

Ausblick vom Pitlochry Dam

Entlang des Loch Tay fuhren wir weiter nach Killin zu den „Falls of Dochart“. Auch das war sehr beeindruckend. Ich würde so gerne mehr Details und kleine Geschichten einbauen, aber das würde 1. den Rahmen dieses Artikels sprengen und 2. lässt sich die Magie der Orte gar nicht richtig in Worte fassen… Ich denke und hoffe, hier sagen die Fotos mehr als tausend Worte.

Auf unserer Rückfahrt konnten wir aus Zeitgründen nur noch einen kurzen Halt beim Stirling Castle einrichten, um ein kurzes Foto zu machen bzw. einen bewundernden Blick darauf zu werfen.

Stirling Castle

Aber allein die Busfahrt durch die Highlands war, wie ich finde ein Erlebnis.

Montag, 17. Juli 2017 – Arthur’s Seat & Holyrood Park

Passend zur Halbzeit unseres Aufenthalts war der Montag mein persönlicher Höhepunkt der Fahrt.

Vormittags verbanden wir einen Stadtrundgang mit dem Spaziergang zum Holyrood Castle, der schottischen Residenz der Queen, und zum Arthur’s Seat, dem „Hausberg“ Edinburghs. Selbstverständlich absolvierten wir die Mini-Wanderung und stiegen die 251 m hinauf, die aufgrund des hohen Tempos, das ein paar Freunde und ich an den Tag legten, doch ein klein wenig anstrengend war. Aber der Ausblick entschädigte alles! Auch an diesem Tag war kaum eine Wolke am Himmel und so genossen wir umso länger den umwerfenden Blick auf die Stadt. (Er war sogar fast im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend, denn dort oben wehte es echt stark!)

Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Canongate Kirk und dem Museum „The People’s Story“, denn zu jedem Schulausflug gehört natürlich auch ein Museumsbesuch. Dieses Museum ist, wie ich finde, eher klein gehalten, aber dafür sehr schön gemacht.

Mit vier Freunden besuchten wir anschließend sogar noch die National Gallery. (Kleiner Tip am Rande: Die meisten Museen in Schottland sind kostenfrei, da dort Bildung sehr groß geschrieben wird und allen zugänglich sein soll.)

Innenansicht der National Gallery

Zuletzt machten wir auf dem Weg zurück zum Hostel noch einen kleinen Abstecher zur Waverley Bridge, die bei beginnendem Sonnenuntergang ein sehr schönes Panorama mit dem Arthur’s Seat im Hintergrund bot.

Als Abendprogramm war an diesem Tag eine „Murder and Mystery Tour“ geplant, die amüsanter war, als gedacht.

Dienstag, 18. Juli 2017 – National Monument & Pantheon

Nun sollte sich unsere Fahrt schon wieder dem Ende zuneigen. An unserem letzten (und überraschenderweise auch überaus sonnigen) Tag in Edinburgh fuhren wir vormittags mit dem Bus zum Port of Leith. Von dort aus zogen wir wieder in Kleingruppen los. Wir machten uns auf den Weg zum circa 45 min Fußweg entfernten Portobello Beach.

Dort verbrachten wir ein paar Stunden und machten uns, nachdem die Füße wieder getrocknet und vom Sand befreit waren, wieder auf den Rückweg.

Am Nachmittag machte sich die gesamte Truppe zum National Monument & Pantheon auf. Auch von dort hat man eine tolle Sicht über die Stadt, sodass ein Teil von uns beschloss, nach dem Abendessen dorthin zurückzukehren, den Sonnenuntergang zu genießen und so den letzten Tag ausklingen zu lassen.

Am National Monument - Blick über Edinburgh

Blick auf Arthur's Seat vom National Monument

Sonnenuntergang - Edinburgh

Mittwoch, 19. Juli 2017 – Rückflug aus Edinburgh

Der Abreisetag war, wie immer, viel zu schnell gekommen. Vormittags hatten wir noch einmal die Möglichkeit, letzte Souvenirs zu kaufen (mein Fudge-Geheimtip: die Fudge Kitchen in der Royal Mile), besonders schöne Orte noch einmal zu besuchen und einfach durch die Straßen zu schlendern, die einem nun schon so vertraut vorkamen, bevor es mit dem Bus zum Flughafen und von dort zurück nach Deutschland ging.

Auch wenn es nur 4 Tage waren, habe ich Schottland sehr ins Herz geschlossen und werde auf jeden Fall wieder dorthin reisen. Vielleicht wird das nächste Mal ja dann ein Roadtrip oder eine Wanderung, wer weiß?

 

Was sagst du dazu?