Begleite David Bader auf seiner abenteuerlichen Rucksackreise via Interrail durch Europa. Einen Monat lang erkundet und entdeckt er 19 Städte, ausgestattet mit unserem Work & Traveller 75+10-Rucksack und diverser anderer Outdoor Ausrüstung.
Hallo Leute!
Mein Name ist David Bader, bin 19 und habe gerade meine Matura in der HTL Ried abgeschlossen. Bevor ich mich in das Berufsleben stürze, begebe ich mich in ein Abenteuer.
Endlich geht es los! Am Freitag beginnt meine Maturareise – 1 Monat durch 5 verschiedene Länder – 22 Städte – 5 verschiedene Kulturen – 5 verschiedene Sprachen.
Eine Übersicht meines Weges durch Europa:
| Land | Stadt |
|---|---|
| Holland | Amsterdam |
| Frankreich | Lyon |
| Frankreich | Bordeaux |
| Spanien | San Sebastian |
| Portugal | Lissabon |
| Spanien | Madrid |
| Spanien | Toledo |
| Spanien | Sevilla |
| Spanien | Granada |
| Spanien | Barcelona |
| Frankreich | Marseille |
| Frankreich | Nizza |
| Monaco | Monaco |
| Italien | Turin |
| Italien | Florenz |
| Italien | Rom |
| Italien | Vesuv |
| Italien | Neapel |
| Italien | Mailand |
| Schweiz | Zürich |
| Résumé |
Durch die täglichen Beiträge und Fotos könnt Ihr an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben.
Der 1. Tag beginnt um 03:23 Uhr am Münchner Hauptbahnhof. Von dort werde ich mit dem Zug Richtung Amsterdam fahren, um ab 11:27 Uhr diese wunderschöne Stadt zu erkunden.
Seine Packliste:
| Kleidung: | Dokumente und Unterlagen: | Körperpflege: | Elektronische Geräte und Apps: | Sonstiges: |
|---|---|---|---|---|
| 1 Pullover | Interrail-Pass | Föhn | Smartphone | Rucksack Work & Traveller |
| 1 leichte/lange Hose | Auslands-Krankenversicherung | Deo | Ladekabel (Smartphone) | wiederverschließbare Tüten |
| 5 Paar Socken | Interrail-Map | Feuchttücher | Fotoapparat | 2 Plastikflaschen für Trinkwasser |
| 5 Unterhosen | Kopien der Buchungsbestätigungen (Unterkünfte) | Handtücher | Ladekabel (Fotoapparat) | Bargeld (auf verschiedene Orte - beispielsweise in Socken - verteilt) |
| 3 kurze Hosen (Jogging-/Stoffhose) | Kopien wichtiger Dokumente: Kreditkarte/Ausweis/Interrail-Pass | Kamm | Speicherkarten | Buch |
| 6 Shirts/Tank Tops | Führerschein | Rasierapparat | App: Airbnb | Flaschenöffner |
| Badehose | Kopien der Reservierungen | Shampoo | App: Couchsurfing | Taschenmesser |
| Flip-Flops | Kreditkarte | Zahnbürste | App: RailPlanner | Gabel |
| gutes Schuhwerk | Liste mit Telefonnummern und Adressen | Zahnpasta | App: Wordpress | Löffel |
| leichte Jacke (optional) | Reiseführer der jeweiligen Städte/Länder | Reiseapotheke, Pflaster, Blasenpflaster | Kopfhörer | Pappteller |
| Regenschutz | Reisepass | Universaladapter | Tasse | |
| Stift und Papier/Heft/Mappe | Leicht transportierbare Lebensmittel (Nudeln, Fertigsuppen, Salz und Pfeffer) | |||
| kleine Plastikboxen | ||||
| Plastiktüten für schmutzige Kleidung, etc. | ||||
| Taschenlampe | ||||
| Ohrenstöpsel (Wichtig!) | ||||
| Spielkarten | ||||
| Vorhängeschloss | ||||
| Wecker |
Tag 1-2: Amsterdam
Tag 1
Mein erster Tag begann heute um 03:23 am Münchner Bahnhof. Von dort aus fuhr ich nach Amsterdam, mit einem kurzen Stopp und Umstieg in Köln. Um 11:27 kam ich dann endlich am Amsterdamer Hauptbahnhof an.
Unterkunft
Zuerst suchte ich meine Unterkunft auf, die etwas außerhalb Amsterdams – in Purmerend – liegt. Ich wurde freundlich empfangen und konnte meinen voll gepackten Rucksack für den Rest des Tages – Gott sei Dank! – verstauen.
Wetter
Leider ist es heute sehr bewölkt und es regnet auch immer wieder, nichtsdestotrotz begann ich gegen 14 Uhr mit dem Erkunden der Stadt.
Anne Frank Haus
Meine erste Station war das Anne Frank Haus, welches ich wegen der großen Warteschlange nur von außen besichtigte.
Vondelpark
Als Nächstes besuchte ich den Vondel Park und genoss die Natur.
Van Gogh Museum
Danach besichtigte ich die Bilder des berühmten Vincent van Gogh. Eine beeindruckende Sammlung, die jede Facette seines Denkens zum Ausdruck bringt.
Rijksmuseum
Zu guter Letzt besuchte ich noch das Rijksmuseum am Museumsplein. Eine großartige Ausstellung der ehemaligen Adeligen von 1100-1950. Die Ausstellung ist jedoch so groß angelegt, dass man schnell den Überblick verliert und vielleicht ein Zimmer auslässt.
Zusammenfassend war es trotz des schlechten Wetters ein sehr gelungener erster Tag, der Lust auf mehr macht.
Tag 2
Wetter
Heute war das Wetter zum Glück besser als gestern. Den ganzen Tag schien die Sonne, nur einmal wurde sie kurz von ein paar Regentropfen unterbrochen.
Grachtenfahrt
Um halb 9 morgens begab ich mich wieder mit dem Bus von Purmerend nach Amsterdam. Direkt am Hauptbahnhof begab ich mich auf ein Touristenboot zu einer Grachtenfahrt.
Die Tour führte uns durch die engen Grachten, die wie die Wasserwege in Venedig angelegt sind. Beiderseitig schlängelten sich die Häuser sehr schmal – aber hoch.
Das Boot fuhr durch das Prinzengracht-Viertel in dem die Mittelschicht lebte, weiter durch das Königsgracht-Viertel, in dem Kaufleute und besser situierte Menschen residierten. Den Höhepunkt bildete jedoch das letzte Viertel, das den Reichen und Adeligen vorbehalten war. Dieses Viertel unterschied sich ganz klar durch die prachtvollen Gebäude. Dort kostet heute ein kleines Haus 3-4 Millionen Euro.
Einen sehr außergewöhnlichen Anblick bieten die Zugbrücken, die typisch für Amsterdam sind.
Es war eine wunderschöne Fahrt durch Amsterdam, die ich jedem empfehlen kann, der in diese Stadt reist.
Heineken Experience
Die nächste Attraktion bildete das bekannteste Bier Amsterdams: Heineken.
Die Tour führte mich zum alten Brauhaus, durch das ein Pfad voller Bierinfos verlief. Angefangen bei der Entstehungsgeschichte von Heineken, über die Zutaten, bis hin zu den Kesseln und Pferdeställen, die bis heute Bierfässer weltweit ausliefer(te)n (Die Pferde sind heutzutage in begrenzter Anzahl nur noch mehr in Amsterdam im Einsatz).
Am Ende sah ich einen Film, in dem die Produktion vom Rohstoff bis zum abgefüllten Bier gezeigt wird.
Zu guter Letzt stand noch eine Bierverkostung an, bei der der Schaum, der Geruch und natürlich der Geschmack des Bieres getestet wurden.
Auch diese Attraktion darf meines Erachtens nach nicht auf der to-do-list für Amsterdam fehlen.
Rotlichtviertel
Natürlich blüht auch in Amsterdam das älteste Gewerbe der Welt. Das Rotlichtviertel, welches von Nieuwmarkt bis fast zum Hauptbahnhof verläuft, ist zu einer Touristenattraktion ausgebaut worden. Hier geben sich Sexshops, Casinos, Stripbars und viele weitere Etablissements die Ehre, um den Besuch zu verführen.
Ein außergewöhnliches – jedoch auch trauriges – Bild bieten die kleinen Nebengassen, wo sich Frauen in kleinen Schaufenstern zum Verkauf anbieten.
Genau wie die Heineken Experience darf auch das Rotlichtviertel auf dem Trip nicht fehlen.
Es war mir eine Ehre und ich nehme viele schöne Erinnerungen mit.
Goodbye Amsterdam
Tag 3: Lyon
Wieder neigt sich ein ereignisreicher Tag dem Ende zu und wieder habe ich viel erlebt.
Wetter
Heute hatte ich den ganzen Tag wunderschönes Wetter bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 25-30 Grad.
Anreise
Gestern um 19:52 fuhr ich von Amsterdam Central nach Brüssel, wo ich um 22:15 Uhr ankam und dann mein Hotel aufsuchte, in dem ich sechs Stunden lang schlief, um dann den nächsten Zug nach Lyon zu nehmen, der um 07:10 Uhr abfuhr und mit einer halben Stunde Verspätung um 11:00 im Bahnhof Lyon Part-Dieu eintraf. Nahe Lyon waren vom Zug aus wunderschöne Bauernhöfe zu sehen, die zwischen goldgelben Feldern, saftig grünen Wiesen und mit Bäumen bewachsenen Hügeln eingebettet waren – ein Vorgeschmack, der Freude auf mehr machte.
Zunächst suchte ich meine Unterkunft auf, um meinen 11 Kilogramm schweren Rucksack abzulegen und mich dem Wetter entsprechend zu kleiden.
Spezialitätenmarkt
Auf dem Weg zur Busstation für den LyonCityBus stieß ich auf einen Spezialitätenmarkt am Fluss Saône. Obst, Gemüse, französisches Gebäck, Weine, Käse – alles, was das Herz begehrt, wurde lautstark angeboten. Glücklicherweise konnte ich einige verschiedene, köstliche Käsesorten probieren, die wirklich hervorragend schmeckten.
LyonCityBus
Um 14 Uhr startete die Sightseeingtour mit dem Bus durch Lyon, um meine Füße zu schonen. Die Tour startete bei der Passerelle du Palais de Justice und führte mich über Vieux Lyon/Saint Jean, nach Perrache, Aquarium, Musée des Confluences, Confluence, Théâtres Gallo-Romains, Fourvière, Parc des Hauteurs, Place Bellecour, Place des Jacobins, Terreaux, Mur Peint und endete wieder am Ausgangspunkt Passerelle du Palais de Justice.
Es war eine atemberaubende Fahrt durch Lyon. Sie führte mich an den berühmten bemalten Häusern vorbei, an einem Fort, an alten Kirchen, durch verschiedenste Viertel, aber auch zu modernen Gebäuden und zum bekannten Büchermarkt.
CityTram
Nach der Busfahrt fuhr ich mit der Tram auf den Spuren der Seidenhersteller und erlebte die Geschichte dieser Handwerker. Auch die Ruine eines Amphitheaters konnten wir besichtigen.
Fan-Zone
Zu guter Letzt machte ich noch einen Abstecher auf die Lyoner Fanmeile. Schon um 18 Uhr bildeten sich sehr, sehr, sehr lange Schlangen an den Eingängen. Eine riesige Leinwand bot selbstden hintersten der tausenden Besucher einen guten Blick auf das Spiel und für Speis und Trank war bestens gesorgt. All in all ein geiles Erlebnis, wäre da nicht auch eine Schattenseite. Die meisten U-Bahn-Stationen rund um die Fanzone waren gesperrt und bei den restlichen wurde man von mehreren schwerst bewaffneten Polizisten empfangen. Ebenso befanden sich rund um das Gelände viele Polizisten von Spezialeinheiten – doch ein sehr befremdliches Bild.
Résumé
Lyon – eine wunderschöne Stadt! Schade, dass ich morgen schon wieder weiter muss. Ein Muss auf jedem Trip nach Frankreich!
Tag 4: Bordeaux
Wetter
Wie gestern hatte ich auch heute wunderschönes Wetter. Im Gesicht und an den Schultern von der Sonne gezeichnet sorgte ich heute besser vor, um ca. 28 Grad und Sonnenstrahlen unbeschadet zu überstehen.
Anreise
Schon um 6 Uhr läutete der Wecker und rief mich zum Aufbruch, denn um 07:04 Uhr startete mein Zug in Lyon Part Dieu Richtung Bordeaux St Jean, wo ich um 13:22 ankommen sollte.
Halb verschlafen traute ich meinen Augen nicht, als am Bahnhof beim Kauf eines Schokocroissants schwer bewaffnetes Militär an mir vorbeimarschierte. Erst als ich in den Zeitungen las, dass in einer Pariser Fanzone Panik wegen einer möglichen Bombe ausgebrochen war, begriff ich, dass der Terror überall möglich ist. Mit Unbehagen wartete ich, bis endlich mein Zug losfuhr.
Heute führte mich die Zugfahrt wieder an wunderschönen Dörfern vorbei, die ein bezauberndes Flair ausstrahlten und alle bereist werden sollten, doch leider fehlt mir dazu die Zeit. Zum ersten Mal während meiner Reise konnte ich auch das Meer sehen.
Bordeaux –bekannt für seinen Wein – konnte nicht nur durch seinen feinen Geschmack, sondern auch durch die monumentalen Bauwerke begeistern. Ganz im Stil der vor Jahrhunderten regierenden französischen Könige präsentierte sich die Stadt – groß, prunkvoll, atemberaubend.
Erst durch den Wein konnte die Stadt florieren und zu einer der damals wichtigsten und reichsten Städte Frankreichs aufsteigen. Noch heute kann man nachvollziehen, wie die Adeligen residierten.
Aber nicht nur Denkmäler wussten zu beeindrucken, sondern besonders die Kombination aus Alt und Neu – wie sich die Moderne in die geschichtsträchtige Stadt einfügt – macht aus Bordeaux eine besondere Stadt.
Tour zu Fuß
Tour mit dem Bus
Mit dem Bus und zu Fuß besuchte ich zahlreiche Sehenswürdigkeiten.
- Monument Aux Girondins, ein Tribut an die Girondisten, Mitglieder des Parlaments, die Opfer der damaligen Terrorherrschaft waren.
- Maison Gobineau
- Grand-Theatre: eines der besten Theater des 18. Jahrhunderts
- Notre-Dame
- Cour Mably: früher ein dominikanisches Kloster
- Porte Dijeaux: ist eines der ehemalige Stadttore
- Palais Rohan
- Cathedrale Saint-Andre
- Museum of Aquitaine
- Grosse Cloche: ist auch ein Stadttor mit der Glocke des ehemaligen Rathauses
- Place Fernand-Lafargue
- Porte Cailhau
- Eglise Saint-Pierre
- Place du Parlement
- Place de la Bourse: das Versailles von Bordeaux
- Miroir D’eu
Spannend dabei ist, dass sich nahezu alle alten Bauwerke auf nur einer Seite der Garonne befinden und erst später die andere Seite erschlossen wurde. So scheint es, als wäre auf der einen Seite die Zeit stehengeblieben, während die gegenüberliegende Seite die Zukunft zeigt.
Resumé
Wieder eine tolle Stadt, die man unbedingt sehen muss! Lässt man sich bei der Besichtigung Zeit, kann sie verzaubern.
Tag 5: San Sebastian
Wetter
Bei der Fahrt nach San Sebastian und während des Aufenthaltes war es bewölkt, doch sehr warm.
Anreise
Ich konnte zum ersten Mal etwas länger schlafen, da mein Zug erst um 10:51 Uhr losfuhr. Ich stand um halb 9 Uhr auf und fuhr um 09:30 Uhr nach Bordeaux, da meine Unterkunft etwas außerhalb – in Libourne – lag. Wie gesagt stieg ich in den Zug um 10:51 Uhr und kam eine Stunde verspätet um 15 Uhr an.
Heute hatte ich zum ersten Mal Pech. Zuerst verpasste ich den Anschlusszug von Irun nach San Sebastian, was zu der Verspätung führte. Als ich dann für Porto eine Schlafzug-Reservierung machen wollte, war natürlich schon alles besetzt. Was sollte ich nun tun?
Ich kaufte mir eine Reservierung bis zu einer Haltestelle, die vor Porto lag. Leider warf mich der Schaffner an dieser Haltestelle aus dem Zug und ich strandete in Vitoria. Durch einen Zufall lernte ich einige nette Leute kennen, die mir halfen, einen Bus nach Lissabon zu organisieren.
Sightseeing
Die Stadt San Sebastian erkundete ich wieder einmal mit einem Sightseeingbus, da dies einen guten Überblick über die Stadt und Möglichkeiten zum Fotografieren gibt und außerdem meine Füße schont. Ganz im Kontrast zu den französischen Städten waren die Gebäude von San Sebastian nicht so alt, da die Stadt durch Kriege einige Male abgebrannt ist.
Ein weiterer großer Unterschied war, dass Donostia (der baskische Name der Stadt) eine Küstenstadt ist und somit von Mauern und Stränden geprägt ist.
Mit dem Bus bewegten wir uns durch die Altstadt, an der Küste entlang und auf einen kleinen Hügel, von wo aus man einen prächtigen Blick auf die Stadt hatte.
Doch San Sebastian bietet noch viel mehr, vor der Stadt liegen zwei kleine Inseln. Die eine Insel diente in Zeiten von Epidemien als Lazarett, um die Erkrankten in Quarantäne zu geben und ein Ausbreiten von Krankheiten zu verhindern. Auf der zweiten Insel befindet sich eine Jesus-Statue, die die Einwohner der Stadt beschützen soll.
Eine weiteres bemerkenswertes Detail der Stadt ist, dass einige Balkone der Gebäuden rund um einen großen Platz, welcher heute als Gartenanlage dient, nummeriert sind. Diese Balkone dienten vor langer Zeit als Logen für die Adeligen, denn auf dem Platz wurden Stierkämpfe ausgetragen, die heutzutage – Gott sei Dank! – Geschichte sind.
Der Fluss Urumea ibaia mündet hier in das Meer, was für die Menschen vor Jahrhunderten in San Sebastian ein willkommener Segen war. Es war eine wichtige Anlaufstelle für die Schifffahrt, den Handel und den Schiffsbau.
Résumé
Es ist schön, die Stadt und ihre Geschichte kennengelernt zu haben, jedoch haben mich die französischen Städte mehr beeindruckt. Vielleicht auch, weil heute nicht alles reibungslos funktionierte.
Trotz des Missgeschickes, an dem ich zu Beginn fast verzweifelte, konnte ich viel Positives aus dieser Situation mitnehmen. Zum einen, dass man nie alleine ist und immer jemand hilft. Zum anderen muss man die Zähne zusammenbeißen und darf nicht aufgeben.
Am Busbahnhof war es mit meinen Rettern auch sehr lustig und die Stadt Vitoria war sehr sehenswert.
Tag 6-7: Lissabon
Wetter
Heute war es zum ersten Mal richtig heiß, was ich aber keinesfalls als negativ empfunden habe.
Anreise
Wie schon in meinem vorherigen Blogeintrag erwähnt, stieg ich um 02:30 Uhr in der Früh in einen Bus nach Lissabon, der um 15 Uhr ankam. Schade, dass ich soviel Zeit verloren habe, aber Gott sei Dank bin ich zwei Tage lang in Lissabon.
Sightseeing
Ich weiß noch nicht genau, was ich von Lissabon halten sollte. Zum einen gibt es sehr schöne Gebäude, Aussichtsplattformen und Gärten. Zum anderen aber auch zahlreiche Baustellen und verfallene oder heruntergekommene Häuser.
Lissabon hat auch einen großen Industriehafen, der sich regen Treibens erfreut.
Morgen, am zweiten Tag in Lissabon, wird sich zeigen, ob mich die Stadt noch überzeugen kann.
Tag 7
Wetter
Es war heute wieder traumhaftes Wetter, bis auf einen kurzen Regenschauer, ansonsten 30 Grad.
Sightseeing
Heute hat sich Lissabon von seiner schönsten Seite gezeigt und hat mich überraschenderweise noch sehr beeindruckt.
Heute war ich nicht nur in der Stadt unterwegs, sondern auch am Strand. Ich konnte zum ersten Mal auf meiner Reise ein Bad im Meer genießen, das jedoch sehr kalt war.
Résumé
Lissabon ist auf jeden Fall eine sehr schöne Stadt, die sehr viel zu bieten hat. Ein Minus sind jedoch das Verkehrschaos, die vielen Baustellen und die verwitterten Häuser.
Tag 8-10: Madrid
Tag 8
Anreise
Gestern fuhr ich mit dem Zug um 21:25 von Lissabon Richtung Madrid. Verschlafen stolperte ich am nächsten Tag um 08:40 aus dem Zug in eine wunderschöne Stadt.
Wetter
Bei Temperaturen zwischen 33 und 40 Grad fand sich kein einziges Wölkchen am Himmel. Der ganze Tag war von blauem Himmel und Sonnenschein geprägt – perfekte Voraussetzungen für einen grandiosen Tag.
Sightseeing
Mit dem Touristenbus startete ich wieder einmal zu einer Stadtrundfahrt, um einen Überblick über Madrid zu erhalten.
Vorbei an wunderschönen Häusern, Schlössern, Straßen und Denkmälern. Dazu gehörten:
- Museo del Prado
- Puerta de Alcalá
- Plaza de Colón
- Plaza de Cibeles
- Gran Via
- Plaza de España
- Templo de Debod
- Teatro Real
- Palacio Real
- Puerta De Toledo
- San Francisco El Grande
- Catedral de la Almudena
- Plaza Mayor
- Puerta del Sol
- Círculo de Bellas Artes
Bei einer Station stieg ich aus und machte einen Rundgang durch sehr belebte Einkaufsstraßen, wo ich auch für das Abendessen den Plaza Mayor auskundschaftete.
Nach dem Abendessen werde ich mir im Park „Casa de Campo“ den Sonnenuntergang ansehen.
Diese Stadt muss man einfach gesehen haben!!!
Tag 9
Wetter
Heute war ich bei ca. 40 Grad und strahlend blauem Himmel unterwegs.
Sightseeing
Gestern war ich noch am Plaza Mayor Abendessen und spazierte dann durch die Innenstadt.
Nach einer Weile entdeckte ich einen Markt, bei dem es allerlei Sachen gab – unter anderem Kuchen, Törtchen, Fisch, Fleisch, Käse, Wein, Früchte und natürlich Paella. Letztere genehmigte ich mir dann auch und sie schmeckte vorzüglich. Der gesamte Markt war ein Highlight und ein Feinkost-Laden der höchsten Klasse.
Nach diesen Schmaus sah ich den Sonnenuntergang an, der die Wahrzeichen der Stadt perfekt in Szene setzte. Passend dazu spielte ein Geiger – ein romantisches und unvergessliches Ambiente.
Heute besuchte ich das Santiago Bernabeu. Seit dem Besuch liebe ich dieses Stadion. Hier wird eine Tour durch die heiligen Hallen geboten, die nur den Spielern eines Kalibers Zidane, Figo, Robaldo, etc. gerecht werden kann.
Am Nachmittag spazierte ich am Plaza Espana gemütlich durch den Park und schlenderte durch die Einkaufsstraßen.
Wieder ein sehr gelungener Tag!
Tag 10
Wetter
Temperaturen bis zu 40 Grad ließen mich häufig in den Schatten flüchten.
Sightseeing
Heute gönnte ich mir einmal einen etwas längeren Schlaf, da es schon der 3. Tag in Madrid ist und ich deshalb nicht mehr viel vor hatte.
Um halb 10 begab ich mich zum Frühstücken nahe der Oper. Danach tätigte ich einen ausgedehnten Spaziergang durch die Gärten und Straßen Madrids.
Als ich am Palast vorbeikam, gab es dort einen Massenauflauf, sodass natürlich auch ich neugierig wurde. Nach einer Weile erfuhr ich, dass der U.S.-Präsident Barack Obama zu Besuch kommt. Um ca. 11 Uhr wurde es sichtlich unruhig, Scharfschützen positionierten sich auf den umliegenden Gebäuden, zwei Polizeihelikopter umkreisten den Palast und sehr viele Polizisten waren vor Ort. Dann kam auch schon ein riesiger Konvoi mit gepanzerten Fahrzeugen und Secret Service-Agenten.
Eine weiterer Sicherheitspersonal-Ring wurde gezogen und eine kleinere Version des Cadillac DTS „The Beast“ fuhr vor und in den Palast. Viele Menschen – darunter auch ich – warteten bis 12 Uhr, um Barack und Michelle Obama zu sehen – aber vergeblich.
Sodann begab ich mich auf den Weg zur Teléferico – eine Seilbahn, die ein sehr schönes Panorama über Madrid ermöglicht.
Nach der Fahrt ging ich zum Templo de Debod und genoss das Wetter.
Später besuchte ich nochmals den Plaza de España, um die Einkaufsstraßen entlang zu schlendern und mir Kaffee und Eis zu kaufen.
Nun bin ich schon gespannt auf das EM-Finale!
Résumé
Die Stadt Madrid hat es wirklich in sich. Ihr Gesamtbild ist wunderschön, tolle Gebäude aus der Vergangenheit und Gegenwart und einige Grünanlagen, die in die Stadtfläche sehr schön eingebettet sind und zum Anhalten und Erholen einladen. Das tolle Wetter hat natürlich auch einiges dazu beigetragen.
Ich freue mich schon, wenn ich das nächste Mal nach Madrid komme.
Tag 11: Toledo
Diese Stadt als „klein, aber fein“ zu bezeichnen, ist fast noch untertrieben. Wunderschön zwischen Hügeln und einem Fluss eingebettet findet man eine Stadt wieder, die sich scheinbar gebäudetechnisch noch in lange vergangenen Tagen befindet.
Anreise
Heute musste ich wieder einmal früh aufstehen. Um halb 7 läutete der Wecker, damit ich den Zug um 08:50 von Madrid nach Toledo rechtzeitig erwischte. Nach halbstündiger Fahrt kam ich dann auch an.
Wetter
Das Wetter war auch heute so herrlich und sonnenbrandgefährlich wie in den vergangenen Tagen.
Sightseeing
Ich fuhr wieder mit dem Sightseeingbus und konnte mir so einen guten Überblick über die Stadt verschaffen und besuchte:
- Alcázar: eine auf Felsen errichtete Festung in der Oberstadt Toledos
- Puerta de Bisagra: Stadttor
- Estación Ave: Bahnhof
- Remonte Safont
- Mirador Del Valle: von dort hat man ein wunderschönes Panorama über Toldeo
- Valle Cigarrales
- Puente de San Martín: ist eine mittelalterliche Brücke über den Tajo
- Reconquista
- Hospital de Tavera: ehemaliges Krankenhaus
- San Juan de los Reyes: ein Franziskanerkloster aus dem 16. und 17. Jahrhundert
- Santa María la Blanca: ehemalige Synagoge
- Catedral
- Iglesia de San Ildefonso
Danach spazierte ich mit meinem 12 Kilogramm schweren Rucksack bei 38 Grad durch die engen Gassen der Stadt.
Als ich im Zentrum von Toledo ankam, besuchte ich ein Café um zu entspannen und die Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Nach ca. einer Stunde Pause, um 13 Uhr, begab ich mich zu meinem Quartier, das zu meiner Freude eine gesamte Wohnung nur für mich alleine war.
Meine Sachen abgelegt, begab ich mich sogleich wieder in das Zentrum um die Gegend weiter auszukundschaften. Zum Abschluss meiner Tour durch Toledo besuchte ich noch das Militärmuseum, welches Waffen, Uniformen, Flaggen, etc. aus allen Zeitepochen und der ganzen Welt – besonders den damaligen Kolonien und natürlich Spanien – ausstellt.
Résumé
Ich bin begeistert von dieser kleinen Stadt, die sich abgelegen der großen Metropolen behauptet und ein Juwel Spaniens ist.
Tag 12: Sevilla
Durch das typische Stadtbild – niedrige Gebäude und offene Plätze – bekommt man häufig das Gefühl, in einer Kleinstadt statt in einer Metropole zu sein.
Anreise
Heute musste ich wiedereinmal früh aufstehen. Um 7 Uhr machte ich mich zu Fuß auf den Weg zum einen Kilometer entfernten Bahnhof. Der Zug brachte mich von Toledo nach Madrid, von wo aus ich um 9 Uhr nach Sevilla fuhr und um 11:35 pünktlich ankam. Sehr ungewöhnlich war, dass das Gepäck bei jedem Bahnhof durchleuchtet wurde – wie am Flughafen.
Wetter
37 Grad, Sonnenschein, blauer Himmel.
Sightseeing
Torre del Oro: Der Ausgangspunkt der Tour ist ein ehemaliger Wachturm der zur Stadtmauer gehörte.
Plaza de España und Plaza de América: Für mich waren diese beiden Plätze das heutige Highlight. Sie sind weniger Plätze, sondern viel mehr ein riesiger Garten, der ein Schloss, Pavillons, einige Brunnen, Palmen und viele andere Kunstwerke beinhaltet. Ein Park, der nicht nur Erholung bietet, sondern auch das Staunen lehrt. Hier wird besonders die Klasse der Sevilla-Keramikkunst hervorgehoben.
Expo 92: ein riesiges Areal auf der anderen Flusseite, das zur Weltausstellung 1992 erbaut wurde und heutzutage als Technikpark über 14.000 Menschen Arbeit bietet.
Isla Mágica
Macarena
Torre de los Perdigones
Alameda de Hercules
Plaza del Duque
Plaza de Armas
La Maestranza: Die Stierkampfarena durfte auf dem Weg durch Sevilla natürlich nicht fehlen.
Résumé
Eine sehr bezaubernde Stadt. Allen voran, natürlich wie in jeder anderen Stadt, die kirchlichen Gebäude – wo die nur das Geld her hatten? Jedoch stehen auch die imposanten Bauten der Kolonialzeit den „heiligen Monumenten“ in nichts nach.
Tag 13: Granada
Anreise
Heute musste ich leider schon um 05:30 aufstehen, um den Zug um 06:35 zu erreichen. Nach einem 2-Kilometer-Fußmarsch und einer einstündigen Fahrt musste ich noch auf Schienenersatzverkehr umsteigen. Trotzdem kam ich pünktlich um 10 Uhr mit dem Bus in Granada an.
Als ich in meiner Unterkunft ankam und aus dem Fenster sah, staunte ich nicht schlecht – eine Stierkampfarena.
Wetter
Wie seit ca. einer Woche war auch heute wieder Sonnenschein angesagt – mit Temperaturen um die 33 Grad.
Segwaytour
Die heutige Sightseeingtour gestaltete sich etwas anders als sonst. Um 12 Uhr starteten wir in einer kleinen Gruppe (4 Personen) zu einer 2,5 h-Sightseeingtour mit den Segways.
Wir sahen:
Die Alhambra: eine bedeutende Burg in Spanien. Östlich ist der Sommerpalast Generalife vorgelagert, dessen Bereich durch seine Lage und Bauweise um 7 Grad kühler als das Anwesen der Burg ist.
Albaicín: das älteste Stadtviertel von Granada. Es gibt dort einen legalen und einen illegalen Abschnitt. Das Stadtviertel Albaicín liegt auf einem der drei Bergrücken, auf denen die Stadt Granada gebaut wurde, mit Blick auf die Alhambra. Das Besondere an den Gebäuden ist, dass man oft nur eine Tür oder eine kleine Fassade sieht, der Rest der Gebäude befindet sich im Hügel, sodass jedes Haus in Wirklichkeit eine Höhle ist. In diesem Stadtviertel werden die besten Flamenco-Tänze aufgeführt.
Nach der Segwaytour, die großen Spaß machte, erkundete ich die restliche Stadt noch zu Fuß.
Résumé
Wieder eine sehr interessante Stadt, die sich als perfekte Fortsetzung zu Toledo eignete, da sich hier eine geschichtliche Verbindung der Kriege zwischen Muslimen und Katholiken finden lässt.
Tag 14-17: Barcelona
Tag 14
Anreise
Heute musste ich wieder bald aufstehen, denn der Schienenersatzverkehr fuhr schon um 06:35 Uhr Richtung Antequera. Von dort ging es dann mit dem Zug nach Barcelona weiter, wo ich um 14:35 Uhr ankam. Bis ich endlich in der Unterkunft war, war es 16:00 Uhr.
Wetter
Heute war es wieder sonnig, doch hatte es gemütliche 27 Grad.
Sightseeing
Um den Tag noch ein wenig zu nutzen, fuhr ich ins Camp Nou und schaute mir an, wo die Barca-Stars kicken. Architektonisch ist es schöner als das Bernabeu, doch in Madrid wird alles viel besser aufgezogen. Die Tour durchs Stadion war in Madrid viel spektakulärer.
Tag 15
Wetter
Traumhaftes Wetter bei 25-27 Grad.
Sightseeing
Heute nahm ich am Vormittag den Sightseeingbus der grünen Linie.
Diese führte durch den moderne Teil der Stadt und entlang des 5 Kilometer langen Strandes. Zu sehen war ein Teil der Bauten für die Olympischen Spiele 1992, aber auch ein ehemaliges Industriegebiet, das für diese zu einem modernesn und sehenswerten Wohngebiet umgebaut wurde. Weiters fuhren wir durch den riesigen Park Diagonal Mar, der Natur und Kunst vereint.
Am Nachmittag benützte ich noch die beiden anderen Routen, um alle Sehenswürdigkeiten Barcelonas zu sehen – beispielsweise die Sagrada Família, die von Antoni Gaudí geplant wurde und an der seit 1882 bis heute gebaut wird, da sie nur durch anonyme Spenden (Eintrittsgelder, etc.) finanziert wird.
Eine weitere sehr bekannte Sehenswürdigkeit, an der ich vorbeikam, ist der Park Güell.
Eine besondere Station war das MNAC (=Museu Nacional d’Art de Catalunya), denn von dort aus konnte man zum einen die olympischen Spielstätten und zum anderen die Stadt von oben sehen.
Auch den Reichtum einiger Barceloner konnte man am Hafen bewundern, der mit Yachten und Segelschiffen gefüllt war.
Tag 16
Wetter
Sonnenschein, 28 Grad
Tagesablauf
Heute legte ich eine Pause ein und genoss einen Tag am Strand.
Tag 17
Wetter
Sonnenschein, 30 Grad.
Tagesablauf
Wahnsinnstag! Gestern war ich mit meinem Zimmerkollegen noch im Shôko, einer geilen Disco, die direkt am Strand liegt.
Fortgehbedingt musste ich heute natürlich etwas länger schlafen, so stand ich erst um 10 Uhr auf.
Dann machte ich mich zur ersten Attraktion von heute auf – Park Güell. Ein atemberaubender Park, der von Gaudí zwischen 1900 und 1914 erschaffen wurde und nur durch ein vorangegangenes, gescheitertes Projekt entstand. Im Park befindet sich ein kleiner Hügel, auf dem ein Kreuz steht und von dem aus man eine wunderschöne Sicht über Barcelona hat!
Im Zentrum des Parkes befindet sich ein großer Platz, von dem aus man nochmals die schöne Aussicht genießen kann.
Danach ging es weiter zur Tramvia Blau, die auf den Berg Tibidabo führt.
Die zweite Hälfte der Wegstrecke zum Gipfel fährt man mit einer Standseilbahn.
Oben angekommen wird einem wieder ein außergewöhnliches Barcelona-Panorama geboten.
Als letzten Punkt auf meiner Tour nahm ich die Telefèric de Montjuïc, eine Seilbahn, die zur Burg hoch über der Megametropole führt. Von dort aus hat man den perfekten Blick auf Stadt und Hafen.
Résumé
Barcelona war die Reise wert! Diese Stadt bietet für jeden etwas – Sehenswürdigkeiten, Strand, Bars, Discos, Tapas, Flamenco-Tanz und vieles, vieles mehr.
Tag 18-19: Marseille
Tag 18
Heute stand leider nur die Fahrt nach Marseille an.
Am Abend nahm mich mein Gastgeber noch auf eine Tour durch Marseille mit. War richtig fein, macht Lust auf mehr und ich freu mich schon sehr auf den morgigen Tag!
Tag 19
Wetter
Ein Wort: Traumhaft!
Erlebnisse
Awesome!
Die Stadt Marseille erkundete ich heute zu Fuß. Am Vieux Port fand ein Fischmarkt statt, den ich mir ansah. Ausgehend vom Vieux Port, dem alten Hafen von Marseille, spazierte ich zum Fort Saint-Nicolas.
Dann weiter zum Vallon des Auffes, einem kleinen, traditionellen Fischerhafen, von dem aus man einen wunderschönen Blick aufs Meer hat.
Weiter ging es zur Notre-Dame de la Garde. Der Weg dorthin stellte sich als steiler und anstrengender Aufstieg mit scheinbar unendlich vielen Stufen heraus – doch die Anstrengung lohnt sich auf alle Fälle. Oben angekommen erwartet einen eine traumhafte Marien-Wallfahrtskirche, aber auch ein 360-Grad-Ausblick über Marseille und dessen Umland.
Zum Schluss meiner à pied-Tour ging ich noch zur Cathédrale de la Major.
Bootsfahrt
Nach meinem Wander-Trip entschied ich mich für eine dreistündige Bootstour, startend beim Vieux Port.
Route:
- Vieux Port
- Vallon des Auffes
- Malmousque
- Cap Croisette
- Calanque de Sormiou
- La Triperie
- Morgiou
- Calanque de Sugiton
- Calanque d’en Vau
- Calanque de Port-pin
- Calanque de Port-Miou
- … und am offenen Meer zurück zum Ausgangspunkt
Die Bootstour führte an wunderschönen Buchten vorbei, durch Inselgruppen hindurch und zu den schönsten und entlegensten Stränden.
Überzeugt euch selbst:
Aber so schön es in Frankreich auch ist – überall spürt man die Angst vor dem Terror:
Tag 20: Nizza
Anreise
Von Marseille aus startete mein Zug in Richtung Nizza um 07:29 Uhr, sodass ich um 10 Uhr ankam.
Wetter
Wie schon fast die ganze Reise hatte ich auch heute wieder traumhaftes Wetter. Sonne. 30 Grad.
Tagesablauf
Heute gönnte ich mir wieder einen Sightseeingbus.
Promenade: der Fluss fuhr zuerst an der Seepromenade entlang. Man konnte den Kiesstrand und natürlich das Meer sehen, leider aber auch den Ort des Terroranschlages.
Ile-de-Beauté – Port: Der Hafen ist zugleich ein Yachthafen, der den Reichsten Platz bietet, aber auch den Fischern, die ihr Gewerbe betreiben.
Place Garibaldi: Der Platz ist dem Guerillakämpfer Giuseppe Garibaldi gewidment, in dessen Mitte eine Statue von ihm steht.
Acropolis: Ein sehr modern gestalteter Platz mit Springbrunnen und moderner Kunst. Hier steht ein Palais des Congrès, namensgemäß für Kongresse.
Cimiez: Es ging weiter auf einen Hügel der Stadt, wo man Ruinen aus der Römerzeit, das Kloster Cimiez und den Palais Régina sehen konnte. Besonders zeichnet er sich aber durch das Nizza-Panorama aus, welches man von dort aus erblicken kann.
Paillon: Dies ist ein Fluss, der durch Nizza verläuft, jedoch nicht zu sehen ist, da eine Grünanlage darüber erbaut wurde.
Gare SNCF: Der Bahnhof ist von innen und außen sehr schön. Außen besticht er durch seine Architektur und innen durch Grünanlagen.
Nach der Bustour besuchte ich noch den bekannten Blumenmarkt.
Résumé
Eine wunderschöne, aber auch sehr traurige Stadt.
Tag 21: Monaco
Anreise
Heute fuhr ich um 07:29 Uhr mit dem Zug nach Monaco.
Wetter
Es war vormittags und nachmittags bewölkt, doch gegen Abend kam die Sonne immer mehr heraus.
Tagesablauf
Wie in fast jeder Stadt nahm ich auch heute wieder den Sightseeingbus.
Angefangen am Bahnhof fuhr der Bus zur Cathédrale Mairie und zum Place de Palais, die Residenz des Fürsten von Monaco, welche von einer Garde bewacht wird. Von dort, wie sollte es anders sein, hat man eine Übersicht über ganz Monaco.
Weiter ging es zum Roseraie Princesse Grace (Rosengarten der Prinzessin Grace). Nun führte der Weg am Hafen entlang, wo man die teils übergroßen Yachten bewundern konnte.
Das Ende der Fahrt stellte das modernste Viertel von Monaco dar, in dem sich Casino, Oper, das Grimaldi Forum (Kongresszentrum) und eine Sportanlage befinden.
Um 15 Uhr fuhr ich zu meiner Unterkunft weiter, da sie sich in einem anderen Ort befindet. Ich musste eine halbe Stunde bergauf, auf Schotterstraßen – vergleichbar zu unseren Bergwanderwegen – gehen, um endlich anzukommen. Doch der Ort Fontan Saorge war diese Strapazen wert.
Résumé
Monaco war wieder ein tolles Erlebnis, doch hat mir Nizza besser gefallen.
Die Unterkunft in Saorge ist einer der bemerkenswertesten Plätze, die ich je gesehen habe.
Tag 22-24: Turin
Tag 22
Wetter
Heute war es bewölkt und es hat auch einmal kurz geregnet.
Tagesablauf
Gegen 10 Uhr machte ich mich auf, um von meiner Unterkunft am Berg zur Bahnstation zu gelangen, da um 11:20 Uhr der Zug nach Turin ging.
Nach dreistündiger Fahrt kam ich endlich am Bahnhof Turin an und bezog um 16 Uhr meine Unterkunft. Anschließend ging ich einkaufen, kochte und ließ den Tag gemütlich ausklingen.
Tag 23
Wetter
Heute war es, bei angenehmen 25 Grad, bewölkt. Einmal regnete es ca. 15 Minuten lang.
Tagesablauf
Auch heute nahm ich wieder den Sightseeingbus, um die Stadt zu sehen.
Piazza Castello war ursprünglich das religiöse und politische Zentrum Turins und ist heute noch der belebteste Ort im Zentrum der Stadt.
Beeindruckend ist der Platz deswegen, da er aus zwei Palästen besteht (Piazza Castello und Palazzo Madama), wobei sich bei einem die Vorder- und Rückseite grundlegend unterscheiden.
Piazza Vittorio Veneto: Ein Platz, dessen umliegende Gebäude in U-Form angeordnet und identisch sind. Die U-Form war ursprünglich gedacht, die Besucher Turins bei ihrem Eintreffen zu „umarmen“ und einzuladen, in die Stadt zu kommen.
Via Villa della Regina: Ein Sitz des Hauses Savoyen – der damaligen Herrscherdynastie.
Castello del Valentino: Liegt am Fluss Po, der durch die Stadt verläuft und war Residenz einiger adeliger Familien.
Piazza Carlo Felice: Hier liegt der Bahnhof Porta Nuova.
Nach dieser Busrundfahrt machte ich mich zu Fuß weiter zum Turiner Grabtuch, zu den letzten Überresten der ehemaligen Stadtmauer und zu einem „Einkaufszentrum“, welches unter freiem Himmel liegt.
Nun nahm ich die zweite Bustour in Angriff. Sie führte mich zum Museo dell’Automobile, zur Palazzina di Caccia di Stupinigi, zum olympischen Stadion, vorbei an den ehemaligen Fiat-Werken und zum Fondazione Sandretto Re Rebaudengo.
Palazzina di Caccia di Stupinigi: Dies war ein Jagdsitz der Herzöge von Savoyen.
Fondazione Sandretto Re Rebaudengo: Hier steht ein igloförmiger Springbrunnen, der die Himmelsrichtungen in Neonfarbe aufgedruckt hat.
Zuletzt besuchte ich noch das Stadion des Juventus Turin.
Tag 24
Wetter
Heute war es schöner als gestern. Großteils schien die Sonne.
Tagesablauf
Am Vormittag besuchte ich das Museo Nazionale dell’Automobile.
Der Rundgang begann bei den ersten Autos, die jemals gefertigt wurden.
Mit dem Fortschritt der Tour im Museum wurden auch die Autos immer besser und fortschrittlicher.
Natürlich konnte man auch das wahrscheinlich prägendste Auto der heutigen Produktionsweise bewundern – den Ford T:
Gleich danach fand man noch ein Auto, das die Straßen und Filme der damaligen Zeit prägte:
Hier einer meiner Lieblingsoldtimer – BMW Isetta:
Bemerkbar wurde auch, dass das Auto immer mehr zum Statussymbol wurde und somit die sportliche Form bedeutsamer wurde:
Sehr interessant waren auch die „etwas anderen“ Autos:
Zum Schluss kamen natürlich noch die Könige der Autos – die Rennautos.
Kunstwerke von Ferrari, Maserati, Mercedes,…
Am Nachmittag besuchte ich das Museo Nazionale del Cinema. Das Museum, in dem sich alles um Bild, Film und optische Täuschung dreht, bietet zudem auf seiner Kuppel einen wunderschönen 360°-Panorama-Blick über Turin.
Als Abschluss meiner heutigen Besichtigungstour besuchte ich noch den Park Giardino Reale, um zu entspannen.
Résumé
Turin war die Reise auf jeden Fall wert!
Tag 25-26: Florenz
Tag 25
Anreise
Heute traf ich um 10 Uhr pünktlich mit dem Zug am Bahnhof von Florenz ein und hatte so glücklicherweise noch den Tag vor mir.
Wetter
Zu meiner Freude schien heute den ganzen Tag die Sonne. Erst als ich um 17 Uhr einkaufen ging, begann es, leicht zu regnen.
Tagesablauf
Meine Tour begann am Bahnhof Santa Maria, an dem ich auch aus Turin angekommen bin. Sie führte mich an vielen schönen Plätzen vorbei, die an einflussreiche Leute, die einst in Florenz lebten – wie Galileo Galilei oder Michelangelo – erinnern sollten. Zu sehen waren aber auch einstige Verteidigungsanlagen wie Stadtmauern, Stadttore, ein Fort und vieles, vieles mehr.
Piazza Liberta: der nördlichste Punkt des einstigen Florenz. Dort befindet sich ein Triumphbogen, welcher zu Ehren der siegreichen Habsburger errichtet wurde.
Piazza Beccaria: ein Platz mit einem Stadttor in der Mitte
Fiesole: eine Stadt in der Metropole Florenz. Sie liegt großteils auf einem Hügel, sodass man ein atemberaubendes Panorama auf Florenz hat.
Campo di Marte: der zweitgrößte Bahnhof in Florenz
Plazza S. Croce: eine Franziskanerkirche mit einem außergewöhnlichen Aussehen. Doch wurde die Kirche nicht wegen ihrer besonderen Bauweise berühmt, sondern durch die Personen, die dort begraben liegen – Machiavelli, Michelangelo, Galileo Galilei, Gioachino Rossini
Piazzale Michelangelo: Der Platz entstand zu der Zeit, als Florenz kurzfristig die Hauptstadt Italiens war.
Ponte Vecchio: Dies ist eine Brücke, auf der Häuser stehen, in denen Goldschmiede seit jeher arbeiten, so kam sie auch zu dem Namen „Goldbrücke“.
Zu Fuß besuchte ich noch den Dom und spazierte durch die schönen Straßen, in denen sich kleine italienische Restaurants befinden.
Tag 26
Wetter
Heute war es wieder richtig schön und heiß (30-35 Grad).
Tagesablauf
Gestern Abend entschloss ich mich kurzerhand, einen halben Tag nach Pisa zu fahren. So fuhr ich um 9 Uhr nach Pisa und besichtigte den schiefen Turm und andere Sehenswürdigkeiten.
Gegen 13 Uhr begab ich mich wieder zum Bahnhof, um noch einige Erkundungen in Florenz zu machen.
Dort angekommen machte ich mich zu der Ponte Vecchio – der Brücke mit den Goldschmieden – auf.
Leider hatte ich nicht das nötige Kleingeld dabei, um meiner Freundin Goldschmuck zu kaufen, aber das können wir in ein paar Jahren nachholen.
Weiter ging es zum Piazzale Michelangelo, ein Platz auf einer Anhöhe, der ein Wahnsinns-Panorama über Florenz ermöglicht.
Ich verließ den Platz zu Fuß wieder und spazierte durch die Gassen. Ich entdeckte viel Neues und war froh, die Gelegenheit gehabt zu haben, einen zweiten Tag in Florenz zu verbringen.
Résumé
Florenz war auf jeden Fall eine der besten Städte.
Tag 27-28: Rom
Tag 27
Anreise
Heute bin ich um 08:29 von Florenz aus Richtung Rom aufgebrochen. Hier passierte mir gleich ein Missgeschick, da ich am falschen Bahnhof war. Gott sei Dank fuhr ein Zug vom falschen zum richtigen.
Wetter
Heute war einer der heißesten Tage dieser Reise.
Tagesablauf
Meine heutige Tour startete am Bahnhof. Von dort aus ging es zur Santa Maria Maggiore. Sie ist eine von vier Papstbasiliken Roms und hat einen sehenswerten Platz mit einer Mariensäule vorgelagert.
Die nächste Station war dann schon das Kolosseum. Hier stieg ich aus, um das größte im antiken Rom erbaute Amphitheater zu besichtigen. Ein wirklich imposanter Bau, bei dem man, wenn man genau hinhört, noch die Gladiatoren sterben und die Masse jubeln hört. Man kann sich gut vorstellen, wie vor langer Zeit Kaiser, Konsuln, Adelige, etc. in ihren Prachtgewändern auf den „VIP-Logen“ Platz nahmen und über Leben und Tod entschieden. Angeblich überlebten nur 2% der Gladiatoren diese Arena.
Weiter ging es zum Circo Massimo, dem größten Circus im antiken Rom, mit einer Länge von 600 Metern.
Die nächste Station war die Piazza Venezia mit dem Palazzo Venezia.
Ein Highlight, was in Rom natürlich auch nicht fehlen darf, ist der Vatikan mit Petersdom und Petersplatz. Morgen werde ich am Vormittag nochmals zurückkehren, um das Museum und die Sixtinische Kapelle zu besichtigen.
Die siebte Station auf meiner Tour war Fontana di Trevi, einer der populärsten und größten Brunnen Roms.
Das Ende bildete eine ehemals reiche Familie, nach der ein Platz samt Brunnen und Palast benannt ist. Um ihr Handeln zu beschreiben, sagen die Italiener: Was die Barbaren nicht zerstört haben, machten die Barberini.
Zum Schluss spazierte ich noch zum Pantheon, zu einigen Ausgrabungen und dann zurück zum Bahnhof, um zu meiner Unterkunft zu fahren.
Tag 28
Wetter
Auch heute hatte ich wieder traumhaftes Wetter in einer traumhaften Stadt.
Tagesablauf
Für den heutigen Tag nahm ich mir vor, alles zu Fuß zu gehen. Meine Sightseeingtour startete heute am Vatikan. Mit dem Besuch des Vatikanischen Museums, der Sixtinischen Kapelle und dem Petersplatz sah ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, welche dieser Staat zu bieten hat.
Die gesamte Führung war sehr beeindruckend. Solche Dimensionen, solchen Prunk, solche Statuen, solche Fresken und solche Malereien kann sich wahrscheinlich nur die Kirche leisten.
Nach dem Museum gingen wir in die Sixtinische Kapelle, welche schöne Wand- und Deckenmalereien der berühmtesten Maler (wahrscheinlich aller Zeiten) hat, jedoch gefiel mir der Dom besser, der darauf folgte.
Nach dem Vatikan ging ich zur Villa Borghese, die sich in einem Park befindet. Dort konnte ich mich ein wenig ausrasten, aber ich hatte auch einen wunderschönen Blick über Rom.
Danach ging es zum Piazza di Spagna.
Die vorletzte Station bildete die Spanische Treppe.
… und zum Schluss konnte ich noch ein einzigartiges Bauwerk bewundern, das man einfach gesehen haben muss: den Trevi-Brunnen.
Résumé
Die zwei Tage Rom waren fast zu kurz, denn diese Stadt hat so viel zu bieten. Manchmal fühlt man sich wie ein Römer im damaligen Imperium, es muss ein unglaubliches Leben gewesen sein, denn sie waren ihrer Zeit so weit voraus.
Tag 29: Vesuv
Anreise
Heute kam ich um 09:55 in Neapel an.
Wetter
Es war bewölkt und zeitweise schien die Sonne. Sobald sie sich zeigte, war es natürlich auch wieder extrem heiß.
Tagesablauf
Ich fuhr direkt vom Bahnhof mit der Ferrovia Circumvesuviana nach Pompeji weiter. Von dort ging es weiter mit dem Bus zum Vesuv. Auf der Mittelstation (1050 m) angekommen waren es noch 20 Minuten Fußweg bis zum Krater – ein beeindruckendes Schauspiel der Natur.
Nach zwei Stunden fuhr ich mit dem Bus wieder ins Tal mach Pompeji. Von dort aus ging es zurück nach Neapel.
Leider war es dort oben sehr bewölkt, wodurch die Fotos sehr dunkel sind.
Tag 30: Neapel
Wetter
Sonnenschein, wolkenlos, extrem heiß
Tagesablauf
Heute nahm ich wieder den Sightseeingbus und erlebte auf zwei unterschiedlichen Routen Neapel. Die erste Route spiegelte Süditalien wieder. Heruntergekommene Häuser, eine quasi non-existente Baupolitik – es scheint, dass einfach gebaut wird, wie es einem passt – immer wieder Gotteshäuser und trotzdem spürt man Lebenswillen und die Einstellung zum Ruhigen und Gelassenen.
Ausgangspunkt war jedes Mal das Largo Castello.
Der Bus fuhr zuerst zum Piazza del Gesu. Dieser liegt in der Altstadt, am auffälligsten ist dabei ein 40 Meter hoher Obelisk.
Danach ging es zum Piazza Dante, der nach dem Poeten Dante Alighieri benannt ist.
Sanita: ein an die Altstadt grenzendes Stadtviertel von Neapel
Duomo: Die Kathedrale ist der Himmelfahrt Mariä geweiht. Dort wird eine Phiole mit Blut von San Gennaro, dem Patron der Stadt, aufbewahrt, die zwei Mal im Jahr – am ersten Samstag im Mai und am 19. September – flüssig erscheint.
Porta Capuana: ein ehemaliges Stadttor
Mit der zweiten Tour besuchte ich die gehobeneren Viertel, in denen alle Häuser Farbe an den Wänden haben und Prachtbauten stehen. Doch nicht nur das, man hat auch einen wunderschönen Blick über den Rest von Neapel, auf den Hafen und das Meer.
Piazza dei Martiri: ein weiterer großer Platz, der mit einem Monument an die vier Aufstände zwischen 1799 und 1860 erinnert.
Villa Floridiana: Ferdinand IV. kaufte diese Residenz für seine Frau. Heute umgibt die Villa ein großer Park, um zu entspannen.
Das Castel Sant’elmo liegt im Stadtteil Vomero und gewährt einen traumhaften Blick über die Neapel.
Résumé
Die Stadt Neapel hat mir gezeigt, dass vieles, was man über den Süden Italiens sagt, stimmt. Trotzdem oder gerade deswegen war es die Reise wert.
Tag 31: Mailand
Anreise
Ich bin gestern noch mit dem Zug von Neapel nach Mailand gefahren und um ca. 21 Uhr angekommen.
Wetter
Heute war es bewölkt, was aber nicht so schlimm war, da sich dadurch auch die Hitze in Grenzen hielt.
Tagesablauf
Castello: ein Schloss, welches Francesco I. Sforza erbauen lies. Unter anderem arbeitete auch Leonardo da Vinci daran
Duomo: Der Mailänder Dom ist die drittgrößte Kirche der Welt. Doch nicht nur die Kathedrale, sondern auch der Domplatz ist zu erwähnen. Denn an diesem liegt der Palazzo dell’Arengario, die Casa Galli e Rosa, und die Galleria Vittorio Emanuele II, ein sehr schöner Bau, in dem die besten Modehäuser untergebracht sind.
Stazione Centrale: einer der wichtigsten und schönsten Bahnhöfe Europas. Der 1931 eingeweihnte Hauptbahnhof ist das perfekte Objekt, um Touristen vom ersten Moment an für Mailand zu begeistern.
Palazzo Lombardia: Dies ist einer der höchsten Wolkenkratzer Italien und beherbergt die Regierung der Lombardei. Dieser Gebäudekomplex befindet sich in einem aufstrebenden Viertel, in dem extreme Bauvorhaben getätigt werden.
Stadio San Siro: das Fußballstadion in Mailand. Es spielen beide Mannschaften – der AC Milan und Inter Mailand – in diesem Top-Stadion.
Sehr auffällig für Mailand ist, dass sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird. Nicht nur werden die neuen Gebäude nach Ökozertifikaten gebaut, sondern es sind auch immer wieder begrünte Häuser zu sehen.
Résumé
Mailand war eine der besten Städte meiner Reise.
Tag 32-33: Zürich
Das Beste kommt zum Schluss!
Tag 32
Anreise
Ich bin gestern um 20:28 in Zürich von Mailand aus angekommen.
Wetter
Es hatte heute angenehme 25 Grad.
Tagesablauf
Da Zürich nicht so groß ist, habe ich heute alles zu Fuß besichtigt.
Am Vormittag bin ich auf den Uetliberg gewandert – sozusagen der Hausberg Zürichs. An der Spitze angekommen, konnte man von einem 70 m hohen Aussichtsturm die Stadt Zürich erblicken.
Ab Mittag besichtigte ich dann die Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Hauptbahnhof
Bahnhofstraße: Dies ist eine bekannte Shoppingstraße, in der ich in Richtung meines nächsten Zieles schlenderte.
Lindenhof: Von diesem Platz im Herzen Zürichs kann man den Fluss Limmat und die Altstadt erblicken.
St. Peter Kirche
Fraumünsterkirche: War einmal ein Benediktinerinnenkloster.
Opernhaus
Grossmünster: evangelische Kirche
Altstadt: Die Altstadt befindet sich auf der rechten Seite des Ufers. Die verwinkelten, engen Gassen werden von kleinen Gasthäusern und Geschäften gesäumt.
Universität Zürich
Landesmuseum
Tag 33
Wetter
Heute, am letzten Tag meiner Reise, war es bewölkt.
Tagesablauf
Am Vormittag fuhr ich mit dem Zug nach Zürich West. Ein ehemaliges Industriegebiet mit dem Löwenbräuareal, welches nun immer mehr zu einem Trendviertel wird, in dem extrem viel gebaut wird.
Am Nachmittag besuchte ich noch das wirklich sehenswerte FIFA World Museum. Hier kann man die Geschichte des Fußballs nacherleben, sich als Schiedsrichter und Kommentator versuchen und die schönsten WM-Spiele seit Beginn der Austragungen nachverfolgen.
Résumé
Müsste ich mich nun für eine Stadt entscheiden, in der ich leben möchte, so würde ich ohne nachzudenken Zürich wählen. Aber warum?
Diese Stadt ist von der Architektur sehr schön, sie ist eine Metropole und hat trotzdem eine extrem gute Luftqualität, es ist extrem sauber, es ist für meine „Hobby“-Finanzen perfekt geeignet, man sieht keine Obdachlosen oder Personen, die etwas sehr aufdringlich verkaufen wollen und sie betreiben eine gute Politik.
Interrail durch Europa – Zusammenfassung:
- 1 Kontinent
- 7 Länder
- 19 Städte
- ca. 400 Kilometer zu Fuß
- ca. 38.000 verbrannte Kalorien
- ca. 2.000 Fotos
- unendlich viele Eindrücke und Erinnerungen fürs Leben
Heute geht meine Reise zu Ende. 33 Tage bin ich durch Europa gereist und es war das Beste, das ich je gemacht habe. Ich habe vieles erlebt, es gab die eine oder andere Überraschung, ich habe gelernt, Probleme ganz allein zu meistern, und bin durch Höhen und Tiefen gegangen. Ich habe verschiedenste Kulturen gesehen, unterschiedlichste Mentalitäten erlebt und viele Menschen kennengelernt.
So eine Reise kann ich jedem nur empfehlen, es ist eine Lebenserfahrung, die einen stärkt, das Leben interessant macht und einem nie mehr genommen werden kann.
Ich möchte mich bei meiner Mutter und bei meinem Vater bedanken, denn ohne eure (finanzielle) Hilfe hätte ich das nicht geschafft. Ich möchte mich auch bei meiner Freundin bedanken, da sie mich von zu Hause aus immer unterstützt hat, wenn es einmal gerade nicht so gut lief.
Ein weiterer Dank gilt auch der Firma Outdoorer, die mich nicht nur mit ihrem Top-Equipment unterstützt haben, sondern mir auch diesen Blog auf ihrer Homepage ermöglicht haben!
Hier an dieser Stelle möchte ich noch meinen Großeltern (Mutter-Seite) und dieser gesamten Generation danken, sowie meiner kürzlich verstorbenen Großmutter (Papa-Seite) gedenken, denn ohne sie hätten wir heute wahrscheinlich nicht dieses schöne Europa, das ich in Frieden erleben darf.
Und jetzt freue ich mich schon auf zu Hause!
Es ist das Ende, vorerst…
