Ihre Weltreise mit dem Rucksack führt Marco und Nadine von Chumphon weiter in den Golf von Thailand – genauer gesagt auf die Inseln Koh Tao und Koh Samui. Dort erleben sie Abenteuer mit dem Roller im Dschungel, machen gemischte Erfahrungen mit Hotels in Koh Tao und Hotels in Koh Samui und verbringen ein unvergessliches Silvester in Thailand. Bei ihrer Backpacking Weltreise sind sie mit einem Weltreiserucksack Atlantis und einem Backpacker Rucksack 4 Continents ausgerüstet.
Der Abschied aus Chumphon und dem Retro Box Hotel fiel uns schwer. Wir verbrachten hier 5 wunderschöne Tage. Das Personal war sehr freundlich und zuvorkommend und der Service sehr gut. Zur Erinnerung machten wir ein Abschiedsfoto.
Wir verließen „das Tor in den Süden“ mit vielen positiven Eindrücken und reisten dennoch voller Vorfreude auf „das Neue“ weiter.
Thailand Backpacking: Chumphon – Koh Tao
Vom Containerhotel in Chumphon wurden wir mit einem Kleinbus um 10:00 Uhr abgeholt. In der Wartezeit auf den Bus lernten wir zwei Backpacker aus den U.S.A. – genauer gesagt aus Chicago – kennen. Der Minivan war pünktlich und zu viert stiegen wir ein. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof sammelten wir noch einige Leute aus den verschiedensten Unterkünften ein. Am Hauptbahnhof checkten wir dann an einem kleinem Informationsschalter ein. Jeder bekam einen Aufkleber mit „Tao“ oder dem Namen der Insel, auf die man wollte, auf die Brust geklebt. Damit konnte das Personal uns zum richtigen Boot dirigieren. Nun mussten wir erneut auf den Bus warten. In der Wartezeit unterhielten wir uns und scherzten mit den beiden amerikanischen Backpackern. Beide waren sehr gute Entertainer. Sie warfen sich gegenseitig verbal die Bälle zu und brachten uns somit sehr zum Lachen. Der eine fragte mich entsetzt: „Was hast du denn alles in deinem Rucksack?“ Meine Antwort: „Nur Schuhe! Von High Heels bis Sneakers alles dabei!“ Dann zeigte ich auf den prall gepackten Rucksack von Marco und fügte hinzu: „In dem Rucksack ist der Rest meiner Schuhsammlung!“ Der Amerikaner lachte und sagte: „In meiner Tasche ist nur Gin!“, zeigte dann auf die Reisetasche seines Kumpels und meinte lachend: „Dort sind auch noch meine Ginflaschen drin.“ Mit solchen Späßen verflog die Wartezeit sehr schnell. Als der Reisebus vorfuhr, wurde zuerst unser Gepäck sicher verstaut. Dann stellten wir uns in Reih und Glied auf und konnten nacheinander im Bus unseren Platz einnehmen – Ordnung muss sein!
Wie geplant dauerte die Fahrt zum Pier 30 Minuten und von dort aus sollte es mit einem High Speed Katameran zur Insel Koh Tao – oder auch Ko Tao – weiter gehen. Am Pier angekommen hieß es erneut warten. Hier standen jetzt alle Touristen herum. Alle mit den verschiedenen Brustaufklebern, je nach Insel. Einige wollten – so wie wir – nach Koh Tao, andere nach Koh Phangan oder Koh Samui. Wir schauten uns um und fragten uns, wo wir uns anstellen müssten. Da winkten uns auch schon die zwei Amerikaner mit breiten Grinsen zu. Dann hieß es mal wieder warten! Es gesellte sich noch ein Australier zu unserer „Small Talk Runde“. Dieser sprach sehr schnell und unserem Verständnis nach undeutlich – wir verstanden kein Wort! Der Australier aber bemerkte davon nichts. Wir nickten einfach höflich und bei gewissen Erzählpausen lachten wir – scheinbar immer an den richtigen Stellen. Einem der Amerikaner fiel unser Problem scheinbar auf und er wiederholte Teile der Erzählungen des Australiers in einem sehr guten Schulenglisch. Die Speed Bootfahrt war unspektakulärer als erwartet. Nach 3 Stunden Fahrt verabschiedeten wir uns mit „Nice to meet you! Hopefully we will see us again!“ Mit dem Taxi fuhren wir dann noch mal ca. 15 Minuten zu unserem Hotel.
Schlechte Erfahrungen mit Hotels in Koh Tao in Strandnähe
Im oben erwähnten Hotel angekommen erwartete uns ein genervtes Personal und ein Zimmer, welches weit unter unseren Erwartungen lag – das bisher schlechteste!
Badezimmerfenster und -tür ließen sich nicht schließen. Tag und Nacht hörten wir den Straßenlärm der direkt angrenzenden Hauptstraße. Zudem kam Güllegeruch (speziell nach dem Duschen) aus dem Abwasserkanal. Unser Motto: “Ohren, Augen, Nase zu und durch!“ Wir versuchten, es positiv zu sehen: Wir verbrachten nur 4 Tage in diesem Hotel.
Dschungel Feeling am Golf von Thailand

Wie bewegt sich ein Backpacker auf Koh Tao, um kostengünstig möglichst viel zu sehen und zu erleben? Genau, mit einem Roller. Also ab zum nächsten Rollerverleih. Als wir dem älteren Herren vom Verleih berichteten, dass wir noch nie auf solch einem Vehikel gefahren waren, schaute er uns entsetzt an. Er fragte sich, wer ihm den Schaden bezahlen würde, wenn etwas passiert wäre. Eine ausreichende Versicherung hatte er natürlich nicht. Am Ende war er nicht bereit, uns unter diesen Umständen einen Roller zu vermieten. Diese Reaktion bestätigte uns die Information, die wir schon zu Hause im Internet gelesen hatten. Dort steht, dass Koh Tao aufgrund schlechter Straßenverhältnisse, starker Steigungen und Kurven und (schlecht einzuschätzendem) Gegenverkehr nichts für Anfänger mit keiner oder wenig Rollererfahrung sei. Enttäuscht zogen wir uns auf unser Hotelzimmer zurück, aber sahen ein: „Unsere Sicherheit geht vor!“
Der Strand war scheinbar nur 15 Minuten zu Fuß entfernt. Also bissen wir noch mal „in den sauren Apfel“ und liefen. Gesagt, getan – wir packten die Strandtasche und zogen los. Nach nur 5 Minuten waren wir von den Steigungen und Kurven fix und fertig und schweißgebadet. Uns überholte ein Pärchen auf einem Roller, das ihn an einer Steigung abwürgte. Die Frau musste absteigen, denn der Roller hatte nicht genug Kraft, um mit 2 Personen über den Berg zu kommen. Trotzdem waren wir auf jeden Rollerfahrer, der uns überholte, neidisch. Sogar eine Gruppe von ca. zwölfjährigen Kindern fuhr an uns vorbei. Fuhr hier denn außer uns jeder Roller? Genervt vom Laufen – es waren viel mehr als 15 Minuten – lenkten uns nur die wunderschöne Flora und Fauna ab. Sogar eine kleine Baumschmucknatter sahen wir zwischen Ästen. Marco meinte nur erfreut: „Die hätten wir auf dem Roller nicht entdeckt!“ Zudem entschädigte uns auf dem Berg der atemberaubende Ausblick über die ganze Insel für die Qualen zu Fuß. Der Abstieg war dann sehr steil und anstrengend.Teilweise rutschten wir den Weg auf dem Po nach unten und hofften, dass der Strand unseren Vorstellungen entsprach. Denn dann hätte sich der Weg echt gelohnt.

Wie soll man den Rucksack packen?
Marco und ich verwendeten unterschiedliche Techniken, aber das System bleibt immer gleich. Ich rolle meine Kleidung am liebsten ein und Marco nutzt die Kompressionstüten (Packbeutel) zum Einrollen. In das Bodenfach packen wir größere Gegenstände wie z.B. das Moskitonetz, die Regenjacke, das Badehandtuch und die Regenschutzhülle für den Rucksack. Die 3 Zugangsfächer sind daher sehr praktisch bei meinem Rucksack (4 Continents), so habe ich immer Ordnung und komme schnell an die Sachen. Ist der Boden gut ausgefüllt, bekommt der Rucksack einen richtig guten Stand. Am besten packt man die schweren Gegenstände nahe an das Tragesystem und füllt den Rest dann mit der Kleidung aus, das bietet gleichzeitig eine gute Polsterung für die schwereren oder zerbrechlichen Gegenstände. Alle Wertsachen, die wir besitzen – wie z.B. Laptops, Kameras und wichtige Dokumente – behalten wir immer im Handgepäck und lassen dieses nie aus den Augen!!
Traumhaftes Hotel in Koh Samui
Mit der Fähre fuhren wir ca 1,5 h von Koh Tao nach Koh Samui. Zu unserer großen Überraschung sah unser Apartment genauso wunderbar aus wie im Internet bebildert und beschrieben. Also alles klar: Hier werden wir 7 wunderbare Tage verbringen. Silvester und das neue Jahr können kommen! Die ersten Tage waren als reine Strandtage eingeplant, der Fußmarsch dorthin waren nur ca. 3 Minuten, schon fast langweilig für unsere Verhältnisse. ;-)
Mit dem gemieteten Scooter durch Thailand

Silvester in Thailand – am Strand von Koh Samui

Das Feuerwerk und die “Happy New Year“-Schreie der Leute am Strand reißen uns aus unseren Träumen und Erinnerungen. Wir springen auf, küssen uns und rufen „Happy New Year!“ zurück – Silvester in Thailand!
Wir sind sehr gespannt auf das neue Jahr und alles Weitere, was wir auf unserer Reise noch erleben werden. Aber eines können wir jetzt schon sagen: Es hat sich bisher gelohnt und wir stehen voll zu und hinter unserem Motto: „Wish it – dream it – do it“
Team: Nadine + Marco “ Zwei auf Achse “









