outdoorer begleitet die beiden Vorarlberger Renata und Sandro bei ihrer Weltreise. Um gute Ausrüstung zu gewährleisten, wurden die beiden mit Rucksäcken, Kulturtasche und dem Geldgürtel Money Safe ausgestattet. Sandro reist mit dem Backpacker Rucksack 4 Continents 85 10 und Renata mit dem etwas kleineren Trekkingrucksack Trek Bag 70.

Der Start unserer Neuseeland Rundreise war einfach perfekt. Der Flug war pünktlich, der Abholservice funktionierte einmalig und am nächsten Tag saßen wir schon in unserem neuen Gefährt. Wir nahmen uns für die 4 Wochen Neuseeland einen Campervan. Bett, Küche und Abwasch soll uns das Leben hier leichter machen und wir haben keinen Tag bereut den Camper gewählt zu haben. Die Alternative wäre das Zelt gewesen, doch im Oktober war es noch ziemlich kalt zum Ersten und zum Zweiten ist Neuseeland ja für seine Regentagen bzw. Regenwochen bekannt und das kann in einem Zelt einem sehr schnell den Spaß verderben.
Das erste was uns in Neuseeland auffiel sind die vielen Coupons, die man überall finden kann. Ein Geheimtipp ist das Arrival Magazin, das man aber nur am Flughafen, bevor man durch die Sicherheitskontrollen geht, bekommt. Mit all den Lebensmittel-, Tank- und Freizeitgutscheinen haben wir uns sehr viel Geld erspart. Es ist wirklich so, dass man für fast nichts den vollen Preis zahlen muss, wenn man etwas herumfragt und herumschaut. Auch unser Campervermieter, Apollo, hatte solch einen Voucher und wir bekamen bei Kiwi Campingplätzen jedes Mal 10%, was sich schlussendlich unheimlich summiert, da in Neuseeland wildcampen verboten ist und man eigentlich immer einen Campingplatz suchen muss, um zu übernachten.
Wir starteten unsere Neuseeland Rundreise in Auckland. Die erste Nacht verbrachten wir mit dem Camper sogar in Auckland und fuhren nur etwas herum, um uns an den Verkehr zu gewöhnen und den Camper kennen zu lernen. Diese Nacht in Auckland können wir nur empfehlen. Es gab sehr viele Reisende, die hier in Auckland ihre Reise beendeten. Diese packten hier ihre Koffer und hatten ein Haufen guter Sachen, die sie nicht mehr nach Hause mitnehmen konnten. So wurden wir am ersten Tag gleich mit Honig, Marmelade, Nutella, Nudeln, Reis, Mückenspray,.. eingedeckt und unsere Einkaufsliste wurde unheimlich kurz. Trotzdem gingen wir am nächsten Tag zum Supermarkt und waren erstaunt. Von deutschen Reisenden haben wir gehört, dass Neuseeland unheimlich teuer sein. Das können wir nicht bestätigen. Die Lebensmittel und Benzinpreise sind sogar unter dem Preisniveau von Österreich. So hatten wir noch ein Grund uns zu freuen und fuhren motiviert ins Northland.
Wir haben uns für den Anfang kurze Strecken zum Fahren ausgesucht, doch wir haben nicht mit den schlechten Straßenverhältnissen, den Linksverkehr und dem Wind gerechnet, so brauchten wir dreimal länger als geplant. Doch dafür konnten wir die ersten Tage in Neuseeland wirklich genießen und das Land langsam kennen lernen. Im Northland ist nicht wirklich viel, außer sehr viele Schafe und Kühe, doch die Reise bis in den Norden ist es wirklich wert. Am Cape Reinga treffen sich der Tasmanische Ozean und der Pazifische Ozean. Ein einmaliges Schauspiel und dank unserem Camper konnten wir trotz strömenden Regen die Landschaft genießen.



Die Fahrt mit der Fähre ist wunderschön, man soll sich auf jeden Fall einen Platz draußen reservieren und die Landschaft genießen. Der Süden machte von Anfang an einen tollen Eindruck. Die Landschaft wirkte viel gepflegter. Wir fuhren über den Queen Elisabeth Drive nach Nelson. Nelson wurde auch durch den Herr der Ringe Film bekannt. Denn in Nelson lebt der Ringmacher, der DEN Ring geschmiedet hat. Wusstet ihr, dass es 40 verschiedene Ringe für den Film geschmiedet wurden?
Um alles zu machen was wir wollten, mussten wir auf der Rundreise durch Neuseeland nun wieder in Osten fahren und später wieder in den Westen, doch Kaikoura ist keine Option, die man auslassen sollte. Nicht nur, dass die Landschaft einfach unfassbar ist. Hier treffen sich das Meer und verschneite Berggipfel, sondern in Kaikoura kann man mit den wilden Dusky Delfinen schwimmen gehen. Ein Erlebnis, welches einem immer wieder eine Gänsehaut über den Rücken schauern lässt.
Voller Endorphine, nach dem Delfinschwimmen fuhren wir nun an die Westküste nach Westport. Die Dörfer werden hier immer kleiner und man muss langsam anfangen sein Essen und sein Benzin einzuteilen, um nicht an der nächsten Tankstelle zu stehen und drei Dollar mehr zu zahlen. Die Küstenstraße von Westport bis Greymounth ist als eines der landschaftlichen Highlights beschrieben. Das Highlight für uns waren die Pancakerocks und die Blowholes. Pancakerocks sind Steinschichten, die wie Pancakes aufeinander liegen. Bis heute konnten die Wissenschaftler nicht herausfinden, wie diese Steine entstanden sind. Die Blowholes dagegen sind einfach zu erklären, dafür aber umso Spektakulärere. Das Wasser hat in den Felsen Löcher „gefressen“, wenn nun der Wellengang stimmt und genug Wasser in den Eingang dieser Höhlen drückt, dann spucken die Blowholes das Wasser mit einer unheimlichen Kraft oben heraus.




Wir bekamen nicht genug von den „Anmil Encounters“, darum blieben wir in Waimatu stehen und gingen dort Wallabys streicheln. Diese kleinen Kängurus freuten sich und wir hatten endlich ein Känguru gesehen und gestreichelt.
Einige Tage blieben uns bevor wir in den Flieger nach Sydney stiegen. Wir entschieden uns den Umweg an den Lake Tekapo zu machen, der im Herzen der Südinsel liegt. Auch dieser Umweg bereuten wir keine Sekunde. Der See wird von Gletscherwasser gespeist und ist unheimlich klar. Die Berge im Hintergrund und eine ganz gemütliche Stimmung macht dies der perfekte Ausklang für unsere Reise in Neuseeland. Die kristallklaren Nächte beim Lake Tekapo lässt es zu, dass man unheimlich viel Sterne am Himmel sehen kann und das ein oder andere Mal gibt es sogar eine Reflektion des Nordlichtes. Leider nicht als wir dort waren, trotzdem war es ein toller Ausklang.
Christchurch war leider nicht mehr so spannend. Wir hatten einen eher ungemütlichen Campingplatz und die Stadt ist voll im Aufbau, nach den Erdbeben in 2010 und 2011 gibt es noch viel zu renovieren. Doch wir denken in ein paar Jahren wird Christchurch wieder in neuem Glanze strahlen. Etwas wehmütig gaben wir am letzten Tag unseren Camper wieder ab. Trotz einiger kleiner Mängel des Campers hatten wir uns daran gewöhnt und wollten ihn gar nicht mehr hergeben. Von „eigenem“ Zuhause auf 4 Räder wieder in einen Dorm – ab nach Sydney!
Von 4 Millionen Menschen in einem ganzen Land (Neuseeland) zu 4 Millionen Menschen in einer Stadt (Sydney). Von gemütlicher Landluft zu gestresster Stadtatmosphäre. Der Unterschied hätte nicht größer sein können. Aus unserem geplanten Rountrip in Australien wurde eine Woche in Sydney. Wieso? Wir konnten uns einfach nicht entscheiden was wir sehen wollten und Australien ist einfach viel zu groß, um alles zu sehen. Außerdem ist Australien wohl eines der teuersten Länder der Welt. Hier liegen die Zigarettenpreise bei 21 Dollar pro Packung und das Bier kostet gleich mal 8 Dollar.

Sydney ist pulsierend und lebendig. Die Distanzen zwischen Sehenswürdigkeiten zu Sehenswürdigkeiten sind meist in einer halben Stunde zu Fuß zu schaffen. Zum Glück, denn wir haben uns ausgerechnet, was uns diese Busfahrten jedes Mal gekostet hätten und wir sind auf über 80 Dollar gekommen. Das Opernhaus, die Harbor Bridge und der Taronga Zoo sind die großen drei Must Do´s in Sydney. Die Stadt bietet überall einen guten und gefelgten Eindruck.
Was wir sicher nie vergessen werden ist eines der Kaufhäuser in Sydney. Im 6ten Stock gibt es dort einem Weihnachtsgeschäft, welches über 100m ² Verkaufsfläche besitzt. Wenn man von der Rolltreppe kommt bekommt man Popcorn, es werden Weihnachtslieder gespielt und die angestellten sind als Elfenverkleidet. Als Unterhaltungsprogramm bekamen wir eine Zaubershow zu sehen und wir waren einfach baff. So etwas hätten wir in den USA erwartet, doch nicht hier in Sydney. Man fühlte sich rundum wohl.
Leider zu wohl, denn als wir plötzlich die Nachricht unserer Kreditkartenfirma bekamen, dass unsere Kartendaten gestohlen wurden und die Karte gesperrt wurde war der ganze Flair verkommen. Da saßen wir nun am Flughafen in Richtung Indonesien. Das Münztelefon funktionierte nicht, der Flug war schon am Boarden und ein Hotel konnte nicht gebucht werden. Da standen wir nun und wir konnten für die nächsten 20 Stunden absolut nichts machen. Wir konnten nur hoffen, dass in Indonesien unsere Bankomatkarte funktioniert und wir etwas zu schlafen finden. THAT’S LIFE; THAT’S TRAVEL!










