Kuba Backpacking auf eigene Faust – Teil 3: Havanna, Kuba

Die nächsten Wochen wird David Bader nach seinem Interrail Monat durch Europa im Sommer 2016 über seine Abenteuer beim Kuba Backpacking auf eigene Faust berichten. Ausgestattet ist er hierbei mit einem Trekkingrucksack Trek Bag 70. In Havanna erkundet er Kuba Sehenswürdigkeiten und gibt Reisetipps. Unter anderem besucht er den Plaza de la Revolución, den Cementerio Cristóbal Colón und das Castillo de los Tres Reyes del Morro.

Tag 3 – Plaza de la Revolución & Cementerio Cristóbal Colón

Bewölkt mit zeitweisem Sonnenschein, 23 Grad

Heute bin ich um 07:15 Uhr aufgestanden und habe während des Frühstücks mit meiner Gastgeberin besprochen, was ich alles besuchen werde.

Che Guevara am Platz der RevolutionAngefangen habe ich mit dem Plaza de la Revolución, also dem Platz der Revolution, wo auf dem Informationsministerium Camilo Cienfuegos und auf dem Innenministerium Che Guevara zu sehen sind. Dominiert wird der Platz durch das Denkmal von José Martí – ein pyramidenartiger Turm und eine Statue.

Plaza de la Revolución - Jose Marti Denkmal

Weiter ging es zum Cementerio Cristóbal Colón, also dem Christoph-Kolumbus-Friedhof. Natürlich ist ein Friedhof kein Ort, an dem man gerne verweilt und doch lädt dieser mit seiner außergewöhnlichen Architektur ein, ihn zu besuchen und sich die außergewöhnlichen Grabsteine anzusehen. Außerdem findet man lebensgroße Skulpturen von Jesus, Maria und anderen Heiligen, kleine Kapellen, die den römischen Katakomben nachempfundene Tobias-Galerie, das Mausoleo de los Bomberos – also Mausoleum der Feuerwehrmänner – und das markante Haupttor. In der Mitte des Friedhofs steht die Capilla Central, in der ich an meine beiden verstorbenen Omas dachte.

Cementerio Cristóbal Colón

Hinterher begab ich mich auf den Weg zur Fabrica de Arte Cubano in Vedado, einem der spannendsten Kunstprojekte Havannas. Hier gibt es Kunstausstellungen, Live-Performances, Fashion Shows und Debatten.

Zu guter Letzt wollte ich noch das Fusterlandia – das Atelier und die Residenz von José Fuster im Stadtteil Jaimanitas – besuchen, jedoch schaffte ich dies leider nicht mehr.

Am Abend bin ich wieder in die Altstadt gegangen und habe ohne direktes Ziel diesen Teil von Havanna erkundet. Dabei habe ich etwas gegessen, was ähnlich unserer „Schofohren“ war.

Wieder ein langer, anstrengender Tag – ich muss ehrlich sagen, dass mir die Füße heute schon ein wenig wehtun, aber das gehört bei so einer Reise dazu.

Havanna Kuba

Tag 4 – Castillo de los Tres Reyes del Morro

Vormittags bewölkt, sehr windig, 19 Grad, nachmittags sonnig, 25 Grad

Meine Gastgeberin hat mir einen sehr netten Taxifahrer (Luis) besorgt, der mich zum Castillo de los Tres Reyes del Morro brachte – einem Fort auf einer kleinen Insel gegenüber der Altstadt. Er erzählte mir, wann das Fort gebaut und wie es genutzt wurde.

Castillo de los Tres Reyes del Morro

Weiters brachte er mich zur Cristo de La Habana, einer 51 m hohen Jesus-Statue. In Kuba erzählt man sich, dass die Stellung der Hände so ist, als würde er in der linken Hand ein Glas Rum und in der rechten eine kubanische Zigarre halten. Unweit davon liegt ein Museum für Che Guevara, einer Hauptfigur im kubanischem Revolutionskampf.

Vom Fort als auch von der Statue aus hat man einen wunderschönen Blick über Havanna. Man sieht die einzelnen Stadtteile wie „Old Havana“ und das neuere Vedado, in dem ich wohne.

Am Abend wird mich Luis nochmals abholen und zum Castillo de los Tres Reyes del Morro bringen, um der Zeremonie beizuwohnen, bei der die Schließung der Stadt wie vor Jahrhunderten nachgespielt wird. Diese Tradition wird um 21:00 Uhr mit dem Abfeuern von Kanonenschüssen beendet.